In Deutschland insolvent, in Österreich profitabel: Die Schlecker-Tochter in Wien meldet gute Umsatzzahlen und will sogar neue Filialen eröffnen.

Die österreichische Anton Schlecker Gesellschaft m.b.H. konnte 2011 trotz Restrukturierungsmaßnahmen mit "einem positiv siebenstelligen Ergebnis" abschließen, meldete die Geschäftsführung heute, ohne genaue Zahlen zu nennen.

Die aktuelle Filialstruktur mit 930 Filialen soll im Wesentlichen erhalten bleiben. Dies teilte Schleckers "Chief Operating Officer" Thorben Rusch bei einem Pressegespräch in Wien mit.

Man wolle im 2012 weiter eine zweistellige Filialzahl ins neue Design umbauen und auch neue Standorte eröffnen, so der Manager.

Osteuropa liefert ebenfalls einen Deckungsbeitrag

Nach Angaben des österreichischen Managements schreibt nicht nur Österreich schwarze Zahlen, sondern auch die an Österreich hängenden Landesgesellschaften wie Polen. Dies soll auch in 2012 so bleiben. Somit soll die aktuelle Mitarbeiterzahl (Österreich: 2.995, Polen: 712) „im Wesentlichen" erhalten bleiben.

"Der deutsche Insolvenzverwalter der Anton Schlecker e.K. hat noch einmal ausdrücklich bestätigt, dass man Österreich voll eigenständig erhalten wolle und Österreich für einen Verkauf nicht zur Disposition stehe", wurde auf der Pressekonferenz nochmals betont.

Laut einer aktuellen Untersuchung des Wiener IMAS-Instituts ist Schlecker nach Bipa (Rewe) und dm der drittgrößte Drogerieanbieter in Österreich. Allerdings habe die Drogeriekette im Zeitraum von 2008 bis 2011 rund 300.000 Kunden verloren.