Rund 800 arbeitslose Schlecker-Mitarbeiter haben bereits eine neue Stelle gefunden, meldet die Bundesagentur für Arbeit. Unterdessen wurde die tschechische Tochter der insolventen Drogeriekette verkauft.

Von den rund 10.000 arbeitslosen Mitarbeitern der insolventen Drogeriekette Schlecker haben bisher 800 eine neue Stelle gefunden, weitere 1.500 nehmen derzeit an einer Fortbildung der örtlichen Arbeitsagenturen teil. Dort werden sie in Bewerbungstrainings und EDV-Kursen für den Arbeitsmarkt fit gemacht.

Dies berichtete Raimund Becker, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, am Mittwoch in Nürnberg. 700 Schlecker-Frauen seien zudem nicht mehr bei den Arbeitsagenturen registriert; sie hätten sich wegen Mutterschutzes oder aus anderen Gründen abgemeldet.

Becker sieht für die übrigen Betroffenen gute Vermittlungschancen. Schließlich seien rund 70 Prozent der früheren Schlecker-Beschäftigten zwischen 25 und 49 Jahre alt, zwei Drittel seien qualifizierte Kräfte, und ebenso viele suchten eine Vollzeitstelle. Hier gehen die Meinungen in der Branche freilich auseinander.

Tschechische Tochtergesellschaft verkauft

Unterdessen hat Schlecker seine Tochtergesellschaft in der Tschechischen Republik an das tschechische Handelsunternehmen pkSolvent (PKS) verkauft. Schlecker betreibt dort 145 Märkte und beschäftigt 459 Mitarbeiter.

PKS betreibt mit TETA bereits rund 700 Drogeriemärkte auf dem tschechischen Markt und werde seinen Marktanteil mit dem Kauf nach Unternehmensangaben auf mehr als 20 Prozent ausbauen.

"Mit den Schlecker Märkten wollen wir insbesondere unsere Position in größeren Städten und Einkaufszentren ausbauen", erklärte Martin Morvavec, Miteigentümer und Vorstand von PKS. "Wir wollen auf dem Markt mit mehr als einer Marke agieren und in diese Strategie passen die Schlecker Filialen sehr gut hinein."