Die Märkte in Spanien und Portugal waren für Schlecker stets lukrativ. Nun hat sich ein spanisches Handelsunternehmen die iberischen Töchter der insolventen deutschen Drogeriekette gesichert.

Die Auslandsfirmen der pleitegegangenen Drogeriemarktkette Schlecker in Spanien und Portugal haben einen neuen Eigentümer gefunden. Das spanische Einzelhandelsunternehmen DIA habe am Freitag den Kaufvertrag in Madrid unterzeichnet, teilte die Schlecker-Insolvenzverwaltung in Ehingen mit.

DIA gehört der französischen Handelsgruppe Carrefour und ist in Spanien, Portugal, Frankreich, Türkei, China, Argentinien und Brasilien vertreten. Laut Schlecker-Insolvenzverwaltung betrug 2011 der Bruttoumsatz des Unternehmens mit 6.833 Verkaufsstellen rund 11,1 Milliarden Euro.

4.000 Mitarbeiter werden übernommen

Die in beiden Ländern insgesamt gut 1.150 Filialen (1.126 in Spanien, 41 in Portugal) des einstigen Drogeriegiganten würden zusammen mit den rund 4.000 Mitarbeitern übernommen, schreibt Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz. Die Zustimmung der europäischen Wettbewerbskommission werde vor April 2013 erwartet.

"Der Verkauf von Schlecker Spanien an DIA ist eine sehr gute Sache für beide Seiten", sagte Geiwitz laut Mitteilung. Das Spanien-Geschäft Schleckers sei die erfolgreichste Auslandsfirma des Konzerns. 2011 erzielte sie demnach einen Nettoumsatz von 320 Millionen Euro. Wegen der Schlecker-Pleite haben in Deutschland 25.000 Menschen ihren Job verloren.