Auch die Schlecker-Tochter IhrPlatz geht in die Insolvenz. Sie reichte beim Amtsgericht Ulm einen entsprechenden Antrag ein, sagte ein Schlecker-Sprecher.

Betroffen seien rund 650 Filialen und 5.800 Mitarbeiter. Am Montag hatte Schlecker selbst Insolvenz angemeldet. IhrPlatz und die Auslandsgeschäfte blieben hingegen zunächst außen vor.

Das Osnabrücker Unternehmen befinde sich aber in einem starken Abhängigkeitsverhältnis zu Schlecker, "so dass jetzt eine gemeinsame Lösung für den Konzern gesucht wird", erklärte Arndt Geiwitz, vorläufiger Insolvenzverwalter der Konzernmutter Anton Schlecker e.K.. Ein ehemaliger Manager räumt der Schlecker-Tochter gegenüber derhandel.de gute Marktchanchen ein.

Von der Insolvenz nicht betroffen sind nach wie vor die ausländischen Tochtergesellschaften von Schlecker, so Geiwitz.

Schlecker hat heute den sogenannten Regelbetrieb wieder aufgenommen, nachdem sich Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz und das Management am Mittwoch mit dem wichtigsten Gläubiger, der Einkaufsgemeinschaft Markant, geeinigt hatten. Das gelte auch für IhrPlatz.