Im großen Schlecker-Ausverkauf wechselt nicht nur Ware den Besitzer, sondern auch Teile des Unternehmens. Der neue Eigner der tschechischen Tochter hat große Pläne.

Die tschechischen Märkte der insolventen Drogeriemarktkette Schlecker sind verkauft. Wie Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz am Donnerstag mitteilte, wurde die geplante Übernahme der rund 140 Filialen durch das Handelsunternehmen P.K. Solvent (PKS) erfolgreich abgeschlossen.

"Alle Beschäftigungsverhältnisse wurden übernommen", erklärte Geiwitz. Das Filialnetz in Tschechien ist Teil der Tochterfirma Schlecker International GmbH, die nicht von der Insolvenz betroffen ist. Der Erlös aus dem Verkauf fließt aber in die Insolvenzmasse in Deutschland mit ein, weil die Auslandsgesellschaften ebenfalls Anton Schlecker gehören und er mit seinem Vermögen haftet.

Durch den Kauf kann PKS den Marktanteil in Tschechien den Angaben zufolge auf mehr als 20 Prozent ausbauen. Das Unternehmen setzte im vergangenen Jahr rund 130 Millionen Euro um.

Erst am Dienstag war bekannt geworden, dass auch Schlecker Österreich von einem Investor übernommen wurde.


Derzeit läuft in den deutschen Schlecker-XL-Märkten der Ausverkauf.