Für entlassene Schlecker-Mitarbeiter soll eine Transfergesellschaft geschaffen werden, die mit einem Millionen-Darlehen zwischenfinanziert werden soll. Der Plan wird von der Politik unterstützt.

Der Insolvenzverwalter der Drogeriemarktkette Schlecker will nach Informationen der Ulmer "Südwest Presse" bei der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ein Darlehen in Höhe von 70 bis 75 Millionen Euro beantragen. Damit solle, bis ein Investor gefunden ist, eine Transfergesellschaft zur Abfederung der angekündigten Entlassungen bei Schlecker zwischenfinanziert werden.

Das habe Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz am Donnerstag bei einem Treffen mit Vertretern der Landesregierung in Stuttgart angekündigt, so das Blatt unter Berufung auf Regierungskreise.

Unterstützung durch Politiker

Landesfinanzminister Nils Schmid und Sozialministerin Katrin Altpeter (beide SPD) wollen sich bei Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) für die Gewährung des Darlehens einsetzen.

Geiwitz hatte angekündigt, für den Fortbestand der insolventen Drogeriekette 11.750 Jobs streichen und rund 2.400 der bundesweit etwa 5.400 Schlecker-Filialen schließen zu wollen. In der nächsten Woche sollen die Mitarbeiter auf Betriebsversammlungen erfahren, wie der Verhandlungsstand ist.