Die Drogeriemarktkette Schlecker will das Image des schlechten Arbeitgebers loswerden - auch in Österreich. Nun wurde dort eine erste Vereinbarung mit der Gewerkschaft erzielt.

Schlecker und die Gewerkschaft GPA kommen sich in Österreich näher. Verhandelt wird derzeit über die Themen Arbeitszeit und Mitarbeiterkontrollen.

"Die Verhandlungen sind auf einem sehr guten Weg", wird der stellvertretende GPA-Bundesgeschäftsführer Karl Proyer in der Zeitung "Wirtschaftsblatt" zitiert.

Die erste Vereinbarung gibt es auch schon: Rückwirkend zum 1. April bekommen bei Schlecker auch Teilzeitmitarbeiter einen Zuschlag, wenn sie Überstunden machen. Das haben Schlecker und GPA nun angekündigt.

Kritisiert werden von der Gewerkschaft nach wie vor die häufigen Taschenkontrollen, doch auch hier gibt es laut Proyer "konstruktive Gespräche".

Neuer Umgang mit Mitarbeitern

Die Schlecker-Nachkommen Meike und Lars Schlecker, die nun das Unternehmen führen, wollen einen neuen Umgang mit den Beschäftigten verankern. Als erster Schritt werden neue Führungsgrundsätze durchgesetzt - für die Verkaufsleiter von bis zu 400 Geschäften bis zum Leiter einer einzelnen Filiale.

Zum neuen Image gehören auch die Neuausrichtung als Nahversorger, die Schaltung "sympathischer" TV-Spots sowie der neue Slogan "For You. Vor Ort".