Die Drogeriekette Schlecker ist längst Geschichte - und jetzt auch Kunst: Eine Galerie in Berlin stellt eine leer geräumte Filiale als Kunstwerk aus.

Schlecker als Kunstwerk - in der Galerie Crone in Berlin. Foto: Courtesy FORT/Galerie Crone
Schlecker als Kunstwerk - in der Galerie Crone in Berlin. Foto: Courtesy FORT/Galerie Crone
Kann Schlecker Kunst sein? Das Künstlerkollektiv FORT beantwortet diese Frage derzeit in einer Berliner Galerie: Dort ist die komplette Ladeneinrichtung einer ehemaligen Filiale des einstigen Marktführers zu besichtigen - als Gesamtkunstwerk.

Von der Kasse bis hin zu (leeren) Regalen und Einkaufswagen sind die Überreste eines Berliner Schlecker-Ladens in der Ausstellung "Leck" in der Galerie Crone (Rudi-Dutschke-Straße 26, 10969 Berlin) noch bis zum 20. Oktober zu sehen.

Ehemaliger Laden als Kulisse

An der Kasse läuft ein Laufband permanent ins Leere, ansonsten bewegt sich auf der Ausstellungsfläche nichts. Die Schlecker-Kulisse wird vom grellen Neon-Licht beleuchtet und ist von der übrigen Galerie durch Stellwände abgetrennt.

Die Installation will "reale Orte als Zerrbilder einer künstlichen Welt" erscheinen lassen, schreibt die "Gesellschaft Freunde der Künste".

Für ehemalige Schlecker-Mitarbeiter ist die Ausstellung sicherlich kein Ort, an dem angenehme Erinnerungen wach werden. Nur ein kleiner Teil der früheren Schleckerfrauen hat bislang neue Jobs gefunden.