Die Drogeriekette Schlecker hält trotz geplanter Groß-Filialen auch an kleinen Geschäften fest. Diese Jahr will das Unternehmen eine "dreistellige Zahl" an neuen Standorten eröffnen.

Das Unternehmen werde auch künftig bundesweit in nahezu jedem Ort ab 2.000 Einwohner mit einer kleinen Filiale vertreten sein, kündigte Schlecker am Freitag in Ehingen an.

In diesem Jahr will die Drogeriekette eine dreistellige Zahl an neuen Filialen mit einer Verkaufsfläche von je bis zu 1.000 Quadratmetern eröffnen. Genauere Angaben wollte das Unternehmen nicht machen.

Die Gewerkschaft Verdi ließ Anfang März verlauten, die Drogeriekette stehe vor tiefgreifenden Einschnitten und wolle 4.000 der rund 10.000 Filialen schließen. 12.000 Arbeitsplätze seien gefährdet. Das Unternehmen dementierte.

Schwergewicht des Drogeriemarktes

Mit mehr als 14.000 Filialen in über 13 europäischen Ländern ist der Drogeriekonzern nach eigenen Angaben eines der 25 größten Handelsunternehmen Europas. Allein in Deutschland gibt es mehr als 10.000 Schlecker-Filialen.

Im vergangenen Geschäftsjahr verbuchte das Unternehmen einen Umsatz von 7,42 Milliarden Euro. Dabei erzielte es nach Umsatz einen Marktanteil von mehr als 40 Prozent auf dem deutschen Markt.