Die Drogeriekette Schlecker will nach einem Bericht der Lebensmittel Zeitung rund 230 Millionen Euro in ihr Filialnetz investieren, um aus der Umsatzkrise heraus zu kommen. Die Lieferanten sind skeptisch.

Mit einem Investitionsprogramm will die bisherige Nummer Eins auf dem Markt der Drogerieanbieter wieder Tritt fassen - und sich gegen die immer stärker werdenden Konkurrenten dm und Rossmann behaupten.

Das Unternehmen aus Ehingen (Alb-Donau-Kreis) hatte zuletzt mit Umsatzeinbußen zu kämpfen und hat dem Bericht zufolge allein im laufenden Jahr bereits 900 Filialen dichtgemacht.

In den kommenden 18 Monaten solle nun die Attraktivität der Läden unter anderem mit neuer Einrichtung, einem neuen Logo und einem besseren Sortiment gestärkt werden. Die Zeitung beruft sich auf die Kinder des Gründers Anton Schlecker, Lars und Meike Schlecker.

Die Konkurrenz holt auf

Besonders der Konkurrent dm hatte in den vergangenen Jahren aufgeholt und im Oktober angekündigt, Schlecker als Nummer Eins unter den Drogerieketten ablösen zu wollen. Die Karlsruher peilen im laufenden Geschäftsjahr europaweit mehr als sechs Milliarden Euro Umsatz an.

Marktführer Schlecker gab den europaweiten Umsatz zuletzt mit 7,2 Milliarden Euro (2009) an. Schlecker- Lieferanten sind nach Angaben der Lebensmittel Zeitung skeptisch, ob das neue Konzept funktioniert.

Diese Jahr dürften die Erlöse auf unter 6,5 Milliarden Euro schrumpfen, heißt es in dem Artikel. Die Ertragslage, zu der Schlecker keine genauen Angaben macht, entwickle sich "noch nicht zufriedenstellend", zitiert das Blatt Meike Schlecker.