40 Prozent der Kunden verlassen den Webshop direkt wieder, wenn sie das Wunschprodukt nicht auf Anhieb entdecken. Weitere bis zu 50 Prozent brechen nach erfolgloser Suche im Sortiment des Shops ab. Wie also kann man die Nutzer bei der Suche nach dem passenden Produkt unterstützen und damit die Conversion-Rate steigern?

Etailment-KLASSIKER
Trotz Tempo-Wandel sind manche guten Dinge länger wertvoll.
Kluge Studien, sinnvolle Tipps, brauchbare Tools, spannende Cases.
Deshalb präsentieren wir Ihnen lesenswerte zeitlose Artikel von etailment in loser Folge.



Ve Interactive, Anbieter einer Fullservice-Plattform mit On- und Offsite-Lösungen zur Conversion-Optimierung, hat für etailment-Leser sechs Tipps parat.

1. Suchfelder auf jeder Seite platzieren

Die optimale Platzierung von Suchfeldern erleichtert den Nutzern das Auffinden des Wunschproduktes und minimiert die Bounce Rate. Aus diesem Grund ist die Implementierung entsprechender Suchfelder auf allen Unterseiten, angefangen bei der Startseite, über die einzelnen Produktseiten bis zum Checkout-Bereich, wichtig. So wird dem User an jeder Stelle der Customer Journey gezielt Hilfe angeboten, was von ihm bestenfalls mit einem Kauf belohnt wird.

2. Intelligente Produktempfehlungen als „Kundenwunsch-Vorhersage“

Manchmal muss es einfach schnell gehen oder es fällt einem nicht ad hoc der richtige Suchbegriff ein. Um auch hier den Kunden in seinem Suchprozess zu unterstützen, ist die „intelligente Suche“ eine sinnvolle Lösung. Via Autocomplete werden Suchbegriffe bei der Eingabe vervollständigt und entsprechende Produkte angezeigt. Auch die Darstellung von Schlagwörtern in Form eines Drop-Down-Menüs erleichtert dem User das Auffinden des passenden Produktes.

Kluge Suche bei Hornbach
Kluge Suche bei Hornbach

3. Skinny Jeans oder Skiny Jaens?

Das sollte bei einem guten Webshop nicht die Frage sein. Denn mit Rechtschreibfehlern und Buchstabendrehern ist bei der Eingabe in Suchfeldern immer zu rechnen. Eine optimale Suchmaschine lässt verschiedene Schreibweisen zu und schlägt so passende Ergebnisse vor. Das allseits frustrierende „Keine passenden Suchergebnisse gefunden“ wird somit umgangen. Allerdings ist das Einpflegen unterschiedlicher Suchbegriffe ins System – egal ob falsch geschrieben oder umständlich ausgedrückt – ein andauernder Prozess, so dass es ratsam ist, vorangegangene Suchanfragen auszuwerten. 

4. Präzision durch Filter

Die meisten Kunden wissen genau, wonach sie suchen. Daher sollten gezielte Filtermöglichkeiten bereitgestellt werden, die ein schnelles Auffinden des entsprechenden Produktes ermöglichen. Besonders bei Webshops im Fashion-Bereich ist dies wichtig. Durch das Setzen von Häkchen bei Geschlecht, Produktkategorie, Farbe und Größe kann der User die Suchergebnisse bestmöglich eingrenzen.

5. Darstellung der Suchergebnisse optimieren

Damit Nutzer wirklich zum Kauf animiert werden, ist die Darstellung der Produkte enorm wichtig. In welcher Reihenfolge und nach welchem Prinzip sie aufgelistet werden, ist meist ausschlaggebend für die Entscheidung zum Kauf. Ganz allgemein sollte die (interne) Suchmaschine zwischen Relevanz, Bestsellern und Verfügbarkeit abwägen, um den Kundenwünschen und Händlerabsichten bestmöglich gerecht zu werden. Zusätzliche Kategorien wie „Empfehlungen“ oder „Beliebte Artikel“ verleiten besonders Gelegenheits-Shopper zum Kauf.

6. Den Kunden nicht aufgeben

Auch wenn ein User den Kauf aktiv mittels „Zurück“-Button, Eingabe einer neuen URL oder dem Schließen des Fensters abbrechen will, sollte er nicht gleich aufgegeben werden. An dieser Stelle können Nutzer mit Produktempfehlungen, die auf ihrer Sucheingabe basieren, zum Verbleiben im Webshop motiviert werden. Die entsprechenden Produktempfehlungen werden dem User dabei in Form eines Layers präsentiert und erzielen häufig die gewünschte Wirkung – der Kunde macht den finalen Klick und kauft. Auf diese Weise lässt sich die Abbruchrate reduzieren und der Umsatz effektiv steigern.

Finaler Tipp von etailment: Diese Exit-Intent-Layer sollte man aber überlegt einsetzen. Hier nur mit simplen Rabatten zu arbeiten, wäre verfehlt.


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