Der Nachwuchs ist den Deutschen lieb und teuer: Der Umsatz im Markt für Baby- und Kinderausstattung stieg auch 2013 wieder. Das ruft erwartungsgemäß Wettbewerber auf den Plan.

Ob Kinderwagen, Möbel, Babyphon, Schnuller oder Kleidung: In die Ausstattung ihrer Sprösslinge investierten Mütter und Väter 2013 in Deutschland rund 6,5 Milliarden Euro, so das Ergebnis der Studie "Branchenfokus Baby- und Kinderausstattung 2014" vom Institut für Handelsforschung (IfH) in Köln. Damit trotzt der Markt weiterhin der sinkenden Geburtenrate und verbucht ein leichtes Plus von 1,3 Prozent - auch, weil die Ausgaben pro Kind stiegen. Zum Vergleich: 2008 lag das Marktvolumen noch bei gut 6 Milliarden Euro.

Die mittelfristige Prognose der Marktforscher fällt ebenfalls positiv aus. "Insbesondere Hersteller und Händler von Kernprodukten der Kinderausstattung wie Kinderwagen, Autositzen oder Babymöbeln können positiv in die Zukunft blicken. Aus diesen Bereichen kamen zuletzt deutliche Wachstumsimpulse", ist IfH-Branchenexperte Hansjürgen Heinick überzeugt. Dank der gleich bleibenden Geburtenrate erwartet er auch für die kommenden Jahre eine stabile Entwicklung des Marktvolumens.

Neue Wettbewerber

Doch genau weil die Zukunftsaussichten gut sind, drängen immer mehr Unternehmen auf den Markt. Weil das Produktspektrum im Bereich Baby- und Kinderausstattung so breit ist, lockt das Segment Anbieter aus den unterschiedlichsten Branchen. Gewinner dieses verschärften Wettbewerbs sind 2013 der Studie zufolge wenig erstaunlich Onlinehändler, aber auch vertikale Sortimentsspezialisten wie große Handelsketten oder Monolabels des Fashionmarktes mit ihren Baby- und Kinderlinien sowie Anbieter, die Eltern in ihrem Alltag erreichen, zum Beispiel Drogeriemärkte.