Mercedes-Benz gewährt erste Einblicke in die neue C-Klasse und die neue V-Klasse. Dienstwagenfahrer können sich auf einen attraktiven Arbeitsplatz freuen.

Abgedunkelter Raum, abgeklebte Fahrzeugkarossen – das spärliche Licht ist allein auf den Innenraum der nur zu erahnenden Modelle gerichtet. Mercedes-Benz gewährte erste Einblicke in die neue Mittelklasselimousine C-Klasse und den neuen Van V-Klasse, die beide im Frühjahr 2014 starten. Und so viel sei aus der "Dunkelkammer" in unmittelbarer Nachbarschaft des Designzentrums in Sindelfingen verraten: Dienstwagenfahrer können sich auf jeden Fall auf einen top-modernen Arbeitsplatz freuen.

Das viel beachtete Luxusinterieur der neuen S-Klasse war nämlich nur die Ouvertüre zur Wohlfühloffensive der Schwaben, die für das Innenleben ihrer Modelle künftig reklamieren, "eine halbe bis ganze Klasse" über dem Niveau des Wettbewerbs zu liegen, wie Hartmut Sinkwitz, Leiter Kompetenz Center Interieur Design, selbstbewusst erklärt. Dass vor allem Audis Angebote zuletzt stets als "Benchmark" in Sachen Wohnlichkeit gepriesen wurden, hat die Stuttgarter ganz offensichtlich mächtig angespornt.

Freistehender Bildschirm und Touchpad

Das Probesitzen in der künftigen C-Klasse wird denn auch tatsächlich zum optischen und haptischen Erlebnis. Aus dem hochwertigen Armaturen- und Materialienmix ragen der freistehende 8,4-Zoll-Navigationsbildschirm und das Touchpad in der Mittelkonsole noch heraus. Mit einem Fingerzeig lässt sich die neue Kommandozentrale mühelos bedienen. Da liegt der älteste Automobilhersteller der Welt jetzt ganz vorn.

Der Innenraum soll den gesamten "sportlichen Auftritt" des neuen Modells noch unterstreichen. "Die Agilität der C-Klasse legt massiv zu", kündigt Sinkwitz an und verspricht rund 100 Kilogramm Gewichtseinsparung gegenüber dem noch amtierenden Vorgänger, der sich mit 39.753 Verkäufen in den ersten neun Monaten dieses Jahres und Platz neun in der Zulassungshitliste noch immer wacker schlägt.

V-Klasse legt den Nutzfahrzeug-Charme ab

Foto: Mercedes-Benz
Foto: Mercedes-Benz
Fast noch beeindruckender wirkt das "Schöner-Wohnen"-Programm in der neuen V-Klasse, die als Viano-Nachfolger spürbar näher an die Pkw-Flotte heranrücken soll, und gleichfalls in den Genuss des vom modernen Möbeldesign inspirierten neuen Armaturenträgers und der vielen Verbesserungsmaßnahmen im opulenten Innenraum kommt. Nichts mehr zu sehen vom Nutzfahrzeug-Charme des bisherigen Vans – zumindest im düsteren Vorführraum.

Dazu erhält der große Wagen auch noch ein praktisches Hinterteil: Die massive Heckklappe schließt und öffnet nun elektrisch – und ist zudem erstmals auch geteilt bestellbar. Das Heckfenster lässt sich separat öffnen und so können kleinere Gepäckstücke mühelos eingeladen werden. Dabei hilft auch eine neue Laderaumabdeckung, die gleich zwei Einkaufsboxen beherbergt.

Weitere Informationen folgen scheibchenweise

Was das feine Leder, die noblen Zierleisten, die fortschrittliche Technik, die durchdachten Details oder gar die neuen Modelle selbst kosten werden, das verraten die Mercedes-Macher zum jetzigen Zeitpunkt natürlich noch nicht. Informationen zu neuen Fahrzeugen kommunizieren die Stuttgarter fast schon traditionell scheibchenweise. Und so gibt es im Dezember die ersten C-Klasse-Bilder, im Januar steigt die Messe-Premiere in Detroit und im März rückt die V-Klasse auf dem Genfer Salon ins Rampenlicht. Dazwischen gibt es in der Regel noch einige technische Fakten - und irgendwann, kurz vor dem Verkaufsstart, auch die Preise.

Bernd Nusser