Im vergangenen Jahr büßte die Schuhbranche zwei Prozent Umsatz ein. Insbesondere im zweiten Halbjahr gingen die Umsätze in den Keller. Für 2012 erwartet die Branche Zuwächse.

Der milde Winter 2011 hat den Schuhhändlern rückläufige Umsätze beschert. Mit einem Rückgang um zwei Prozent auf 7,8 Milliarden Euro sei das Gesamtjahr enttäuschend verlaufen, sagte die Präsidentin des Bundesverbands des Deutschen Schuheinzelhandels (BDSE), Brigitte Wischnewski, am Donnerstag in Düsseldorf.

Für 2012 erwartet sie wieder ein Plus von bis zu 3 Prozent. Die Schuhpreise sollen weitgehend stabil bleiben. Im vergangenen Jahr waren sie um 1,3 Prozent geklettert.

Keine Lust auf Winterstiefel und gefütterte Schuhe

Wischnewski sagte, vor allem im zweiten Halbjahr 2011 seien die Umsätze des Handels "richtig in den Keller" gegangen. Die Kunden hätten keine Lust auf gefütterte Schuhe und Stiefel gehabt. Auch in den vergangenen Wochen sei es nicht gelungen, die Lagerbestände auf das übliche Maß abzubauen - trotz teils frostiger Temperaturen und erheblicher Rabatte im Winterschlussverkauf.

Die Schuhhersteller dagegen verzeichneten 2011 zum zweiten Mal in Folge einen zweistelligen Zuwachs. Der Umsatz stieg um rund 12 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. Für 2012 erwarte er jedoch kein derart starkes Wachstum mehr, sagte Manfred Junkert, Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands HDS. Denn schon jetzt sei spürbar, dass der Handel diesmal weniger Ware bestelle.

Die Branche hofft, dass die bevorstehenden Schuhmessen GDS und Global Shoes in Düsseldorf das Geschäft ankurbeln werden. Bei den internationalen Fachmessen zeigen vom 14. bis 16. März rund 1.200 Aussteller die Trends der nächsten Herbst-/Wintersaison.