Die Branchen des Einzelhandels unterscheiden sich deutlich in ihren Personalkosten. Grund ist der unterschiedliche Beratungsaufwand, wie in einer Studie ermittelt wurde.

Den höchsten Anteil der Personalkosten gemessen am Umsatz hat der Schuhhandel mit 22,1 Prozent gefolgt vom Textileinzelhandel 21,3 Prozent. Im Bereich Schmuck und Uhren liegt der Wert bei 21 Prozent, im Möbelhandel bei 17,3 Prozent. Den geringsten Personalkostenanteil hat der inhabergeführte Lebensmittelhandel, dieser liegt bei 12,4 Prozent.

Die Ergebnisse basieren auf einer Untersuchung des Kölner Instituts für Handelsforschung (IfH) aus dem Jahr 2008. Dabei wurden über 1.500 Einzelhandelsunternehmen miteinander verglichen.

Warnung vor Allgemeinerung

Die hohen Personalkosten bei Textilien und Schuhen haben für das Institut Sinn: "Schuhe und Textilien erfordern einen besonders guten Service und viel Beratung", erläutert Nicolaus Sondermann, Projektmanager am IfH. 

Im Gegensatz dazu habe der Lebensmitteleinzelhandel mit einem starken Preiswettbewerb und knappen Kalkulationen zu kämpfen, sagt Sondermann. "Hier wird eher in große Verkaufsflächen und ein breites Angebot investiert."

Der IfH-Manager warnte vor einer Verallgemeinerung von zu hohen Personalkosten im Einzelhandel.

Eine Übersicht über die Entwicklung der
Im Schuhhandel sind die Personalkosten mit am höchsten. Foto: Deichmann
Im Schuhhandel sind die Personalkosten mit am höchsten. Foto: Deichmann
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