Im vergangenen Jahr legte der Schuheinzelhandel beim Umsatz leicht zu. Für die Hersteller hingegen endete 2009 allerdings in einem Desaster.

Schnee und Eis haben in diesem Winter die Kunden in die Schuhläden getrieben. Bis Anfang Februar habe es eine anhaltend hohe Nachfrage nach winterfesten Schuhen gegeben. Teils seien die Bestände ausverkauft gewesen, berichtete Brigitte Wischnewski, Präsidentin des Hauptverbandes des Deutschen Schuheinzelhandels (BDSE), am Montag in Düsseldorf.

Der Schuheinzelhandel hat im vergangenen Jahr nach ersten Schätzungen Umsätze von 11,2 Milliarden eingefahren, das entspricht einem Plus von rund zwei Prozent. Auch für 2010 ist der Schuhhandel verhalten optimistisch. Der Verband gehe von stabilen Umsätzen im laufenden Jahr aus, sagte die BDSE-Präsidentin. "Auch für ein kleines Umsatzplus von 1 bis 2 Prozent sehen wir durchaus realistische Chancen."

Schlimmes Jahr für die Industrie

Dagegen hat die Deutsche Schuhindustrie das Jahr 2009 mit einem Umsatzminus von 6,4 Prozent abgeschlossen. Die Erlöse sanken auf 1,9 Milliarden Euro, berichtete der Bundesverband der Schuhindustrie (HDS). Im Inland gingen die Umsätze nur leicht nach unten.

Aber im Export brachen sie um 18,3 Prozent auf 504 Millionen Euro ein. Hier schlugen vor allem Rückgänge der Ausfuhren nach Russland und in große EU-Länder zu Buche.

Allerdings scheint nach Ansicht des Verbands die Talsohle durchschritten. Darauf weise auch die wieder steigende Auslastung der Kapazitäten hin, sagte HDS-Hauptgeschäftsführer Manfred Junkert.

Weitere Zahlen will der HDS zu Beginn der Düsseldorfer Schuhmesse am 12. März präsentieren. Hier zeigen 760 Aussteller rund 1750 Kollektionen. Parallel ist auf der Global Shoes preisgünstige Ware für den Massenmarkt von etwa 360 Ausstellern zu sehen. Die dreitägigen Fachmessen enden am 14. März.