Das vergangene Jahr verlief nicht gut, das laufende wird nicht besser. Die Schuhhersteller rechnen für die kommenden Monate weiterhin mit leicht sinkenden Erlösen.

"Eine andere Prognose wäre eher Zweckoptimismus", sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands der Schuhindustrie (HDS), Manfred Junkert, am heutigen Freitag in Düsseldorf.

Jedoch sähen sich die Unternehmen vorbereitet, um die Krise zu meistern. 2008 sei der Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Lage um 3,6 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro gesunken. Die Verbraucherpreise für Schuhe werden nach Einschätzung von Junkert stabil bleiben. Die Zahl der Exporte stieg um 10,9 Prozent auf 156 Millionen Paar.

Polen sind kauflustig

Erstmals stand Polen an der Spitze der Abnehmerländer, gefolgt von Österreich und den Niederlanden. Für das laufende Jahr befürchtet der HDS Rückgänge in einigen wichtigen Absatzmärkten, in denen ein wirtschaftlicher Abschwung spürbar ist. Die Schuheinfuhren nach Deutschland blieben nach Angaben von Junkert 2008 nahezu konstant.

Mehr als zwei Drittel der Lieferungen kamen aus China und Vietnam.
Der Schuheinzelhandel hatte bereits im vergangenen Monat berichtet, dass der Umsatz um zwei Prozent auf rund 6,39 Milliarden Euro gesunken sei.

Während das Jahr für die Händler mit Zuwächsen im Januar gut begann, habe es im Februar schon wieder einen Dämpfer gegeben, sagte die Präsidentin des Bundesverbands des Deutschen Schuheinzelhandels (BDSE), Brigitte Wischnewski. "Aktuell richten sich die Hoffnungen auf einen guten Saisonstart."

Messen in Düsseldorf

In Düsseldorf begannen heute  die internationalen Schuhmessen GDS und Global Shoes. Bei der dreitägigen Fachschau zeigen rund 1.100 Aussteller Trends für die nächste Herbst-/Wintersaison.