Die Schuh-Verbundgruppe Garant schlug sich im Krisenjahr 2009 wacker. Die Kooperation fokussiert sich auf die Betreuung von Fachhändlern und gibt die eigenen Läden auf.

Nach dem Verkauf der sechzig Läden der Schweizer Handelstochter Pasito-Fricker AG an die Ludwig Görtz GmbH wurde die Einzelhandelssparte der Garant Gruppe vollständig aufgegeben. Die Übernahme gilt rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres.

Künftig konzentriert sich Garant auf die "Erbringung von Dienstleistungen zur Förderung des selbständigen Fachhandels für die Bereiche Schuhe, Sport und Lederwaren", heißt es in einer Unternehmensmitteilung.

Ohne Berücksichtigung der veräußerten Pasito-Fricker AG erwirtschaftete die Garant-Gruppe 2009 Umsatzerlöse in Höhe von 54,6 Millionen Euro. Das ist ein leichtes Minus gegenüber dem Vorjahr (57 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) erhöhte sich jedoch auf 1,7 Millionen Euro nach minus 3,9 Millionen Euro im Vorjahr.

Einschließlich der Pasito-Fricker AG erwirtschaftete die Gruppe im vergangenen Jahr einen Jahresüberschuss von 2,3 Millionen Euro nach einem Minus von 4,3 Millionen Euro im Vorjahr.

Deutsche Fachhändler im Minus

Das Zentralregulierungsvolumen - das sind die von den Fachhändlern über die Zentrale abgerechneten Wareneinkäufe - ging um 3,3 Prozent auf 741,1 Millionen Euro zurück.

Wachstumsimpulse kamen vor allem aus Frankreich (plus 26,1 Prozent), der Schweiz (plus 6,7 Prozent) und Belgien (plus 3,2 Prozent), während für den deutschen Fachhandel ein Minus von 6,1 Prozent zu verzeichnen war.

Ende 2009 gehörten 3.460 Fachhändler mit 5.263 Geschäften der Garant-Gruppe an. Den Geschäftsbericht 2009 wird Ende April veröffentlicht.