Spontane Lustkäufe spielen im Modehandel eine große Rolle. Durch den Onlinehandel kommen aber weniger Kunden in die Läden. Die Branche hat mit einem sinkenden Umsatz zu kämpfen.

Der Umsatz des deutschen Modefachhandels nahm 2012 um etwa zwei Prozent auf rund 30 Milliarden Euro ab, teilte der Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels (BTE) am Donnerstag in Köln mit - und bestätigte somit das Ergebnis einer früheren Branchenbefragung des Fachblatts TextilWirtschaft.

Während das Geschäft mit Herrenmode halbwegs stabil blieb, schrumpfte der fast doppelt so große Markt für Damenmode deutlich. Der Rückgang wird auf ungünstiges Wetter, frühzeitige Preisreduzierungen und die Auswirkungen des Internetbooms zurückgeführt.

In zwei von drei Modehäusern kamen im vergangenen Jahr weniger Kunden über die Türschwelle, bilanziert der BTE. Laut Umfrage des Verbandes bewerten die Modehändler auch in diesem Jahr die nachlassende Kundenfrequenz als größtes Problem.

Kommen Lustkäufe aus der Mode?

Von fehlenden Spontankäufen hatte vor kurzem schon
Online-Geschäfte haben einen Anteil von elf bis zwölf Prozent am gesamten Textilumsatz in Deutschland, der 2012 etwa 58 Milliarden Euro umfasste. Darin enthalten sind neben den Fachhandelserlösen auch die entsprechenden Umsätze der Warenhäuser und der Lebensmittel-Discounter wie Aldi.

Mittelständler können online kaum mithalten

Einen Internetshop zu eröffnen ist für mittelständische Modehändler eine kostspielige Angelegenheit, sagte Jost: "Den Aufwand und die Kosten dafür kann man locker mit der Eröffnung einer neuen Filiale vergleichen", schilderte er.

Die von Internetriesen aufgebauten Standards bei der Präsentation des Produktes und dem Zahlungskomfort seien mittlerweile sehr hoch. Mittelständische Modehäuser mit ihren beschränkten zeitlichen und finanziellen Kapazitäten könnten da nur sehr schwer mithalten. So plant laut der BTE-Umfrage in diesem Jahr nur jeder zehnte Modefachhändler Investitionen in einen Online-Shop.

Fachgeschäfte schreiben Beratung groß. Jeder zweite Modehändler will in die Weiterbildung seiner Mitarbeiter investieren. "Der Mensch muss den

Jeder dritte Modehändler wolle zudem Geld in Kommunikation wie Facebook-Auftritte und E-Mail stecken, und mehr als jeder vierte habe zudem vor, seine Boutique oder das Filialnetz aufzumöbeln.