In Stockholm findet der 61. Eurovision Song Contest statt. So manches Lied hört man dann auch in den Geschäften. Welche das sein könnten, zeigt der Trend der vergangenen Jahre.

Der Countdown läuft: Alle Jahre wieder versetzt der Eurovision Song Contest (ESC) die Medien und die Fans in Aufregung. Der deutsche Handel hat dabei offenbar eine Vorliebe für die Lieder der skandinavischen Nachbarn, zeigt die die aktuelle Auswertung des Anbieters von Instoremarketinglösungen, Mood Media. In der Hitliste der beliebtesten ESC-Songs der vergangenen Jahre an mehr als 20.000 Verkaufsstellen sind demnach unter den ersten sechs Titeln allein vier Interpreten aus Schweden und Dänemark zu finden.

Allerdings sind auch gerade die Schweden äußerst erfolgreiche ESC-Teilnehmer: Mit bislang insgesamt sechs Siegen sind sie dem Spitzenreiter Irland, der sieben Mal den Gesangswettbewerb gewann, dicht auf den Fersen.

Angeführt wird die Top 10 in deutschen Läden von der Dänin Emmelie de Forest, die 2013 den Titel für Dänemark holte. Es folgen die deutschen Teilnehmer Max Mutzke und Lena Meyer-Landrut, die den Song Contest 2010 sogar gewann. Auf Platz vier landet die schwedische Gewinnerin von 2012, Loreen.

Leichte Pop-Lieder am POS

Stefan Gill beobachtet bei den beliebtesten ESC-Songs der vergangenen Jahre in musikalischer Hinsicht einen eindeutigen Trend: "Je nach Branche und Zielgruppe sind im Handel überwiegend leichte, englischsprachige Pop- und Dance-Nummern gefragt", erläutert der Creative Director von Mood Media. "Traditionelle Sounds oder sperrige Arrangements sorgen beim Einkauf eher für Irritation."

In den Wochen vor und nach dem Finale verursacht der Eurovision Song Contest jedes Jahr einen kurzen und starken Hype, so Gill: „"Zwei Monate später sind die ESC-Abräumer jedoch nur noch im Ausnahmefall in den Retail-Playlisten zu finden", weiß der Spezialist für die Musikauswahl am Point of Sale. Die wohl größten Langzeitgewinner des ESC waren Abba und die 1988 für die Schweiz antretende Céline Dion, die den Grand Prix Eurovision de la Chanson, wie er bis 2001 hieß, als Karrieremotor nutzen und daraufhin eine Weltkarriere starten konnten.