Der Umsatz im Versand- und Onlinehandel legte im ersten Quartal 2012 um zehn Prozent zu. Mittlerweile trägt E-Commerce gut 70 Prozent zum gesamten Distanzhandel bei. 

Der Distanzhandel kennt nach wie vor offenbar nur eine Richtung: Nach oben. Im ersten Quartal 2012 lag der Umsatz der Online- und Versandhändler bei 8,95 Milliarden Euro – das entspricht einem Plus von 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, meldet der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh).

Davon wurden 6,34 Milliarden Euro – oder 70,8 Prozent – online erzielt. Im ersten Quartal 2011 betrug der Anteil 66,2 Prozent.

Die umsatzstärksten Warengruppe ist demnach "Bekleidung/Textilien/Schuhe", das um zehn Prozent auf 3,2 Milliarden Euro zulegte. Es folgt die Gruppe "Unterhaltungselektronik/Elektronikartikel" mit einer Milliarde Euro - das entspricht einem Plus von 9 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2011.

Der Umsatz von "Medien, Bild- und Tonträger" legte um 17 Prozent auf 900 Millionen zu, "Computer und Zubehör" um 20 Prozent auf 710 Millionen Euro. Auf Platz fünf der umsatzstärksten Warengruppen landen "Hobby, Sammel- und Freizeitartikel" mit 570 Millionen Euro - 16 Prozent mehr als im ersten Quartal des vorigen Jahres.

Haushaltsgeräte legten um 93 Prozent zu

Die größte Umsatzsteigerung im Vergleich zum 1. Quartal 2011 machte dem bvh zufolge die Warengruppe Haushaltsgeräte: Sie legte um 93 Prozent auf 270 Millionen Euro zu. Weitere Gewinner waren Möbel und Dekorationsartikel mit einem Plus von 26 Prozent auf 480 Millionen Euro sowie Computer und Zubehör mit einem Plus von 20 Prozent auf 710 Millionen Euro. 

Der bvh geht für 2012 von 36,5 Milliarden Euro Umsatz für den gesamten Distanzhandel und 21,7 Milliarden Euro im Onlinehandel aus.