Wen es nach Erotikbildern und -filmen drängt, dem steht heute im Internet ein kostenloses Überangebot bereit. Darunter leiden Händler wie Beate Uhse: Besonders die Versandhandelsparte schreibt Verluste.

Der Sex-Konzern Beate Uhse steckt tief in der Krise. Für das Gesamtjahr sei ein Verlust vor Steuern und Zinsen (Ebit) zwischen 13 und 15 Millionen Euro zu erwarten, teilte das Unternehmen in Flensburg mit. Darin seien Sondereffekte wegen der Restrukturierung des Unternehmens noch nicht enthalten.

Für die ersten neun Monate lag das Ebit mit Sondereffekten bei minus zwölf Millionen Euro. Der Umsatz reduzierte sich gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres von 171 auf 147 Millionen Euro.

Beate Uhse leidet vor allem unter der Gratis-Pornografie im Internet, die den Kauf von Filmen auf DVDs überflüssig macht. Dadurch ist der Versandhandel tief in die roten Zahlen geraten. Der Vorstand wurde bereits ausgewechselt; die Verhandlungen mit den Banken laufen.