„Shop the Look“ heißt es nun bei Zalando. Das Feature hilft dabei, gleich das komplette Outfit zusammenzustellen, in dem das Model im Shop so adrett aussieht. Die Funktion für mehr Bequemlichkeit und Inspiration gibt es auch bei anderen Mode-Anbietern. Mit großen Unterschieden bei Gestaltung und Usability. Welcher Look schlägt sich besonders gut?



"Ich frage mich gerade warum Zalando immer wieder Applaus für Dinge bekommt, die andere Onlineshops seit Jahren implementiert haben?" klagt Leser Michael Rietdorf von E-Commerce-Agentur Denkteich in den Kommentaren zur Meldung über das neue Zalando-Feature.
Er merkt zu Recht an: Breuninger, Tom Tailor oder auch van Graaf bieten längst ähnliche Optionen. Aber auch Marc O`Polo, Hallhuber, About You, sogar Versace bieten entsprechende digitale Catwalks.

Die aber sind höchst unterrschiedlich gelöst. Wir zeigen verschiedene Varianten.

Beispiel Zalando:
Für den Blick auf das gesamte Outfit zum einzelnen Kleidungsstück braucht es einen weiteren Klick.  Dann aber werden die einzelnen Teile hübsch übersichtlich angezeigt. Es gibt gut sichtbar sogar Vorschläge für andere passende Produkte.  Die Produkte lassen sich dann über einen Layer zusätzlich in den Warenkorb packen. Leider fehlt ein "Kauf ich alles"-Button.


Beispiel Marc O`Polo:
Den "Kauf ich alles"-Button gibt es dafür bei Marc O`Polo, samt der Chance, dann noch mal einzelne Artikel zu entfernen. Leider aber finden wir die „Shop the Look“-Option nicht bei Einzelartikeln, sondern nur über die Kategorie "Look". Dort aber ist das sehr ansprechend gestaltet.


Beispiel Breuninger:
Auch bei Breuninger kommt man über einen weiteren Klick beim Einzelprodukt (längst nicht bei allen) zu den Outfits. Der Button könnte optisch etwas prominenter daherkommen. Die Gestaltung der „Shop the Look“-Seite ist dafür gleich doppelt "Hui". Erstens wegen der irre ausführlichen Darstellung der einzelnen Produkte. Zweitens, weil irre unübersichtlich, da wegen der Menge an Infos und Größe der Infokästen nicht alles auf eine Bildschirmseite passt.


Beispiel Tom Tailor:
Hier geht es bei den Textilien aus den "Fashionwelten" zum kompletten Look. Die zusätzlichen Angebote werden hier etwas komprimierter präsentiert. Auch hier fehlt ein "Packen Sie alles ein"-Knopf. Schade: „Shop the Look“ fehlt im klassisschen Sortiment. Gerade bei Bestsellern und Schnäppchen. Da ließe sich doch sicher Mehrumsatz generieren.

Beispiel van Graaf:
Das komplette Outfit, das gibt es auch hier nicht via Einzelartikel, sondern über den Bereich "Inspiration und Beratung". Das dort dann aber übersichtlich. Auch kann man alle gezeigten Artikel bis hin zu Accessoires zusammen wählen.

Die Frage, die am Ende der Varianten stehen dürfte: Was klickt besser? Und wer kann den ansprechendere Look kreieren=