Mehr als ein Jahr nach dem Erwerb der Domain www.shopping.de startet Unister ein Online-Kaufhaus unter der Internet-Adresse - und will Amazon Konkurrenz machen.

An Selbstbewusstsein mangelt es den Betreibern von Shopping.de jedenfalls nicht: "Wir sind auf dem Weg eines der größten Online-Kaufhäuser in Deutschland zu werden", erklärt Portalmanager Stefan Rick wenige Tage nach dem Start des Online-Shops.

Die Internetadresse "Shopping.de" soll nach Auskunft des Inhabers Unister GmbH "Deutschlands teuerste Domain" sein. Anfang 2008 hatte das Unternehmen 1,96 Millionen Euro für die Adresse bezahlt. Zum Vergleich: Der amerikanische Spielzeuggigant Toys 'r' us zahlte im März 2009 rund 5,1 Millionen US-Dollar für die Domain "toys.com". 

Virtuelles Kaufhaus

Am 4. September eröffnete unter "Shopping.de" nun ein virtuelles Kaufhaus, das seinen Kunden "ein ganzheitliches Online-Shopping-Konzept rund um die Bereiche Parfüm & Pflege, Bücher, Computer, Foto, DVD, Games, Küche, Haus & Garten, Spielzeug und Apotheke" bieten will.

Mehr als eine Million Produkte offeriert der Online-Shop zum Kauf. Mittelfristig soll das Angebot auf vier Millionen Produkte ausgebaut werden, teilt das Unternehmen mit. Damit will Unister "als Vollsortimenter im Online-Kaufhaus-Markt für Konkurrenz sorgen".

Aktuelle Angebote im Wochenwechsel

Als besondere Highlights will Shopping.de wechselnde "Shopping Stars" anbieten - aktuelle Angebote, die wöchentlich variieren und mit günstigen Preisen die Kunden überraschen sollen. Für gewerbliche Händler soll es zudem die Möglichkeit geben, mittels Shop-in-Shop-Lösungen ihre Waren über Shopping.de zu verkaufen.

Alles in allem scheint Shopping.de auf den ersten Eindruck also weder beim Sortiment noch in Bezug auf das Geschäftsmodell neue Ideen zu bieten - den Domainnamen ausgenommen.

Der Shop-Betreiber Unister hat seinen Unternehmenssitz in Leipzig und beschäftigt rund 500 Mitarbeiter. Das Unternehmen wurde 2002 von Thomas Wagner gegründet und hat sich auf aussagekräftige Domainnamen spezialisiert. Zum Portfolio gehören bereits 20  Portale mit Adressen wie beispielsweise www.geld.de oder www.preisvergleich.de.