Mit dem Smartphone im stationären Geschäft nach einem besseren Preis suchen – diese Praxis ist noch weiter verbreitet als bislang angenommen. 73 Prozent der deutschen Smartphone-Nutzer tun es, wie die aktuelle Studie „Mobile & das digitale Shopping-Erlebnis“ von Tradedoubler ergibt. 65 Prozent der Befragten, die ihr Smartphone im Geschäft genutzt haben, haben bereits nach ihrer Recherche im stationären Geschäft zu Haus online eingekauft, 60 Prozent beim stationären Wettbewerb, 46 Prozent direkt mobil. Deutsche Verbraucher dürfen damit noch stärker als Schnäppchenjäger gelten als die Käufer im europäischen Ausland.

Die von Tradedoubler ermittelte Showrooming liegt damit noch etwas höher als es im Mai eine Studie von TNS Infratest ergab, die auf 68 Prozent kam. Von viel geringeren Werten ging zuvor eine ECC-Untersuchung aus, nach der knapp jeder zehnte Verbraucher einigermaßen regelmäßig "Beratungsklau" praktiziert. 

Auch bei der Nutzung von Shopping-Apps liegen die Deutschen laut Tradedoubler über dem europäischen Durchschnitt: 34 Prozent der Befragten haben eine Preisvergleichs-App auf dem Smartphone installiert, 24 Prozent Gutschein-Code-Apps und 21 Prozent Treue- oder Bonus-Apps. Weiterhin beliebt sind Schnäppchen- und Group-Buying-Apps (17 Prozent) und Cashback-Apps (14 Prozent). Insgesamt lösen 45 Prozent der Befragten regelmäßig Gutschein-Codes ein, die sie auf ihr Handy geschickt bekommen haben.

Die Ergebnisse auf Europa-Ebene
Die Ergebnisse auf Europa-Ebene
„Die Schnäppchenjagd findet heute mobil statt“, sagt Björn Hahner, Country Manager Deutschland beim Onlinemarketing-Dienstleister Tradedoubler. „Marken laufen Gefahr, Kundschaft zu verlieren, wenn sie den mobilen Verbraucher nicht mit relevanten Kampagnen und Performance-Marketing-Modellen erreichen.“ Für die Studie wurden insgesamt 2500 Smartphone-Nutzer, die mindestens einmal im Monat online einkaufen, in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Spanien, Schweden und Polen befragt.