IT-Unternehmen Bull informierte über den komplexen Themenbereich Sicherheit im E-Business auf Burg Schnellenberg. Die Zeiten, als eine Firewall gegen Attacken von Außen reichte, sind vorbei.

"Sicherheitsrisiko E-Business" lautete das Motto auf Deutschlands erstmals 1222 urkundlich erwähnter schönster Burganlage Sauerlands, Burg Schnellenberg. IT-Unternehmen Bull begrüßte seine Gäste und Referenten nicht nur mit einem Ritter- und Maiden-Abendmahl.

Von seinem Image des Hardware-Herstellers und Kistenschiebers, eine Altlast noch aus den 70ern, hat sich Bull immer noch nicht ganz erholt. Doch Bulls Anliegen auf Burg Schnellenberg war zu verdeutlichen, dass Ritterlichkeit im Internet-Zeitalter nicht nur technisches Einrüsten bedeutet, sondern auch die Fähigkeit, damit umzugehen.

Mit den Worten "Bull hat sich geändert. Wir sind ein stark Service-orientiertes Unternehmen, das Produkte hat und nicht umgekehrt", hieß CEO Hans-Dieter Ernst seine Redner und Zuhörer willkommen. Mit weltweit gespannter Infrastruktur und ganzheitlichen Sicherheits-Konzepten, vom Consulting über Betrieb bis hin zum Support, einschließlich ihrer Zusatzprodukte für sicheres E-Business, hoffen die "Bullaner" auf einen festen Platz an der ritterlichen Tafelrunde in den nächsten zwei Jahren.

Um sich ritterlich schlagen zu können, muss das Böse zunächst erkannt werden: Wogegen also müssen sich Unternehmen im Zeitalter der digitalen Öffnung schützen, und ist dies uberhaupt möglich?

Zu Beginn der Vortragsreihe stellte Meta Group Consultant Lutz Peichert klar, dass Sicherheit nicht allein den IT-Betrieb darstelle, sondern eine komplette Kette sei.
Derzeit größtes Sicherheits-Problem in den Unternehmen stelle eher das oft nicht vorhandene oder zu gering angesetzte Budget für Sicherheit dar. Mit seinen mitgebrachten Zahlen belegte Peichert, dass den Unternehmen heute gerade einmal 800 Mark pro Mitarbeiter Sicherheit wert ist. Peicherts Meinung: "IT-Verantwortliche und Geschäftsführer müssen mehr miteinander reden".

Tatsache ist, dass IT-Security von den gleichnamigen Verantwortlichen in Unternehmen bislang immer alleine durchgeführt wurde. Während andere Anwendungen überwiegend geschäftsorientiert realisiert werden, erfolgt der IT-Betrieb ohne Unterstützung oder Hilfe von außen. Ein Zustand, der im E-Business-Zeitalter nicht länger geduldet werden dürfe. Die zusammenfassende Botschaft von Bull-Marketing-Experte, Ralf Block: "IT-Security muss organisatorisch eingebettet werden."

In der Praxis sieht es so aus: E-Business hat bewirkt, dass klassische IT-Unternehmens-Landschaften, die bislang nach innen geschlossen waren, sich jetzt nach außen öffnen. Hinzu kommen die mobilen Anwender, die zu jeder Zeit weltweit auf die Betriebsdaten zugreifen wollen.
Auf technischer Seite liefert die 100%ige Bull-Tochter Evidian mit Geschäftsführer Erwin Schöndlinger einen konkreten Ansatz mit "AccessMaster", die nicht nur eine end-to-end-Lösung ist, sondern auch das gesamte Management der virtuellen Sicherheits-Infrastruktur übernehmen kann. Ein sicheres Management der Kette könne unter anderem die Frustrationen des Endanwenders deutlich reduzieren, der, wie im Fall des Kunden Airbus, sich bis zu 22 Passwörter merken musste.

Doch allein die Technik, und mag sie noch so perfekt sein, werde uns nicht in eine sichere Zukunft führen, verlautete Dr. Günter Müller vom Institut für Informatik und Gesellschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg in seinem Schlußplädoyer. Der Professor verdeutlichte, dass die technische Sicherheit, über die wir heute verfügen, auf unseren Erfahrungen in der Vergangenheit basieren. Die Zukunft dagegen bleibe nur spekulierbar. Der Mensch und das Vertrauen seien die Zukunft. Zwar könne man durch Technik einen hohen Grad an IT-Sicherheit erreichen, aber ohne den menschlichen Faktor Vertrauen ginge es nicht. Gerade in unserer heutigen Gesellschaft erhalte er einen wichtigen Stellenwert und sei für eine sichere Zukunft unersetzlich.

Da hatten es die Ritter einfacher: Sie zogen ihre über den Burggraben liegenden Burgtore hoch und schossen mit brennenden Pfeilen, um ihre Burgfräuleins und sich vor feindlichen Übernahmen zu schützen. Heute dagegen reicht eine Firewall allein noch lange nicht aus ... (KM)


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Der Systemintegrator Bull verwirklicht offene Informationssysteme unterschiedlicher Größen.
Der Softwareanbieter legt die Schwerpunkte im wesentlichen auf Produkte für das System-, Netzwerk- und Applikations-Management.
Der Dienstleister bietet Kundendienst, Angebote und Services für eine Rund-um-die-Uhr-Hochverfügbarkeit in unterschiedlichsten IT-Umgebungen. Außerdem bietet er das Betreiben kompletter IT-Infrastrukturen bis zum ausgelagerten Management von etwa SAP R/3.


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