Das türkische Finanzministerium hat Siemens Business Services den Auftrag erteilt, 326 Ämter an ein landesweites Kommunikationsnetz anzubinden sowie die Hard- und Software für die elektronische Unterschrift zu implementieren. Die digitale Signatur wird nun zum ersten Mal in dieser Größenordnung in der Türkei eingeführt.

Das türkische Finanzministerium hat Siemens Business Services den Auftrag erteilt, 326 Ämter an ein landesweites Kommunikationsnetz anzubinden sowie die Hard- und Software für die elektronische Unterschrift zu implementieren. Die digitale Signatur wird nun zum ersten Mal in dieser Größenordnung in der Türkei eingeführt. Das Projekt mit einem Wert von 64 Mio. US-Dollar ist ein Folgeauftrag der "Automatisierung der Steuerbehörde". Bereits 1998 hatte Siemens Business Services in diesem Zusammenhang einen Auftrag erhalten, der die Basis des aktuellen Projekts bildet. Das Finanzministerium verspricht sich davon schnelle und einfache Verwaltungsabläufe sowie eine höhere Transparenz bei den Steuerdaten. Insgesamt sollen am Ende des Projekts im Sommer 2005 alle 599 Ämter (Steuer-, Kontroll- und regionale Finanzämter) der Generaldirektion für Einkommensteuer vernetzt sein.

Die türkischen Bürger können künftig per Internet die Steuererklärung abgeben und jederzeit online in ihre Steuerakten einsehen. Die Bürger profitieren auch von einer schnelleren Bearbeitung, da die Vorgänge, wie etwa Steuererklärungen, Zahlungen, schneller abgeschlossen werden können. Außerdem sind sie nun nicht mehr gezwungen, persönlich zum Amt zu gehen.

Siemens Business Services ist in dem größten türkischen E-Government-Projekt als Generalunternehmer für alle Dienstleistungen - vom Systemdesign über den Rollout bis zur Schulung - verantwortlich. Seit April 2004 installiert der IT-Dienstleister mehr als 300 Server, rund 10.000 PCs, mehr als 5.000 Drucker und vernetzt die Behörden mit einem Wide Area Network. Der IT-Dienstleister schließt außerdem die Hard- und Software für die Sicherheit an: Der sichere Zugang über das Internet wird durch die digitale Signatur und eine so genannte Public Key Infrastructure gewährleistet, die Daten verschlüsselt überträgt. Zur Sicherheit trägt auch eine Disaster-Recovery-Lösung bei, die die wichtigsten Daten wieder beschaffen kann. Des Weiteren richtet die Siemens-Tochter ein Data Warehouse System für die zentrale Speicherung aller Steuerdaten ein und baut die IT-Infrastruktur für ein Call Center auf. Darin beantworten Mitarbeiter des Ministeriums künftig Bürgerfragen rund um das Thema Steuer. Zum Schluss schult der IT-Dienstleister mehr als 10.000 Mitarbeiter der Finanzbehörde im Umgang mit der neuen Technik. (KC)


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