Die Siemens AG und Radvision Ltd. haben am 17. April die Unterzeichnung einer langfristigen strategischen Vereinbarung bekannt gegeben.

Die Siemens AG und Radvision Ltd., Anbieter von Produkten und Technik für Sprach-, Bild- und Datenübertragungen in Echtzeit über Paketnetze einschließlich des Internets und sonstiger Netze auf Basis des Internet-Protokolls (IP), haben am 17. April die Unterzeichnung einer langfristigen strategischen Vereinbarung bekannt gegeben.

Dadurch wird dem Siemens-Bereich Information and Communication Networks (ICN) den Einsatz der Software von Radvision für H.323-Anwendungen ermöglicht, um im Rahmen der Siemens-Architekturen HiPath und Surpass IP-basierte Produkte und Lösungen zu entwickeln. Der Lizenzvertrag umfasst das H.323-Kernprotokoll sowie zusätzliche Module wie H.450 für Zusatzdienste und H.235 für Sicherheitsaspekte sowie Gatekeeper-Technik von Radvision.

Gleichzeitig mit dem Börsengang von Radvision kauft Siemens 1,6 Millionen Aktien der Radvision Ltd. von Radvision und anderen Anteilseignern. Siemens wird im Board of Directors von Radvision durch Andy W. Mattes, President of Enterprise Networks, Siemens ICN, vertreten.

"Siemens und Radvision können schon auf mehrere Jahre fruchtbare Zusammenarbeit im H.323-Bereich zurückblicken", erklärt Andy W. Mattes, Leiter des zum ICN gehörenden Geschäftsgebietes Enterprise Networks von Siemens. "Die neuen Vereinbarungen mit Radvision zeigen, wie stark sich Siemens bei IP und IP-bezogenen Partnerschaften engagiert. Beides sind wichtige Elemente von HiPath, unserer kürzlich der Öffentlichkeit vorgestellten Enterprise-Convergence-Architektur."

HiPath unterstützt ein Applikationsportfolio für webbasierte, integrierte Sprach-/Datenlösungen wie Customer Relationship Management, Multimedia-Nachrichten, E-Business, Zusammenarbeit und Mobile Working. Bei Surpass von Siemens handelt es sich um Voice-over-IP-/ATM-Technologie zur Konvergenz von Sprach- und Datennetzen, die auf die Anforderungen von Carriern und Service Providern zugeschnitten ist. Auf der Basis einer offenen Architektur werden damit auch in Datennetzen die hohe Qualität und die Vielseitigkeit von Sprachdiensten ermöglicht, die in Echtzeit-Sprachnetzen selbstverständlich sind. Umgekehrt werden dadurch auch IP-Anwendungen im Sprachnetz möglich. Mit der ausbauorientierten Konzeption von Surpass wird darüber hinaus sichergestellt, dass die vorhandene Infrastruktur größtenteils weiterhin genutzt werden kann.


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