Neuer Ladenbau, neue Marken: Die runderneuerte Filiale im Bochumer Ruhr-Park ist ein Symbol für den Neustart von SinnLeffers. Die einst angeschlagene Modekette hat wieder große Pläne.

SinnLeffers geht es wieder gut. Foto: Sebastian Crescenti
SinnLeffers geht es wieder gut. Foto: Sebastian Crescenti
Die Hälfte der Filialen sind geschlossen worden, 1.300 Mitarbeiter verloren ihrer Jobs. Im März 2009 hieß es dann - die Sanierung von SinnLeffers ist abgeschlossen. Die Textilkette hatte ihren Kampf gegen die drohende Insolvenz gewonnen.

Zwei Jahre später geht es langsam wieder leicht bergauf mit der ehemaligen Tochter des früheren Arcandor-Konzerns. Wie ein Symbol dafür steht nun die Filiale im Bochumer Ruhr-Park.

Rund drei Millionen Euro hat das Unternehmen mit Sitz in Hagen investiert, um das Geschäft in dem Einkaufszentrum zu modernisieren. Zur Neueröffnung der Filiale an diesem Donnerstag verspricht SinnLeffers eine "neue, moderne Modewelt mit tollen Marken".

Umsatzplus erwartet

Auch die Häuser in Lüdenscheid und Dresden sollen mit jeweils drei Millionen Euro aufgehübscht werden, schreibt das Internetportal "Derwesten". Für Unternehmenschef Peter Zühlsdorff ist SinnLeffers heute ein "blitzsauberes und kerngesundes Unternehmen".

Die frühere KarstadtQuelle-Tochter war 2005 von der Deutschen Industrie-Holding (DIH) sowie dem us-amerikanischen Investor HMD Partners übernommen worden. Mittlerweile hält die DIH 100 Prozent an der Textilkette. 2008 hatte das Unternehmen Insolvenz angemeldet.

 

Einst beschäftigte SinnLeffers etwa 3.800 Mitarbeiter in 47 Filialen, heute sind es nur noch 24 Standorte. Für das laufende Geschäftsjahr, das am 31. Juli endet, rechnet die Modekette mit 250 Millionen Euro Umsatz - das wäre eine Steigerung um 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) werde sich verfünffachen. Genauere Angaben zum Ergebnis machte das Unternehmen nicht.