Die Volkswagen-Tochter Skoda will ihren Wachstumskurs auf dem deutschen Markt auch 2014 fortsetzen. Die Handelsbetriebe sollen dazu den lang angekündigten neuen Markenauftritt umsetzen.

Der Hersteller hat geliefert, jetzt ist der Handel am Zug. Nach der jüngsten Produktoffensive des tschechischen Automobilproduzenten Skoda mit den Modellen Citigo, Rapid, Rapid Spaceback, Octavia als Kombi und Limousine sowie dem Facelift für Superb und Yeti sollen nun die Vertriebspartner die Neuheiten, zu denen sich 2014 unter anderen auch noch der neue Fabia gesellt, verstärkt an die Kundschaft bringen.
 

5,4 Prozent - neuer Rekordmarktanteil

Schließlich soll das kontinuierliche Wachstum der Volkswagen-Tochter auf dem deutschen Markt auch im kommenden Jahr anhalten. Mit dem nunmehr fünffachen Prädikat „Importmarke Nummer eins“, dem aktuellen Rekordmarktanteil von 5,4 Prozent und rund 158.000 Zulassungen in 2013 gibt sich die im Sommer als Nachfolgerin von Hermann Schmitt angetretene Deutschland-Chefin Imelda Labbé längst noch nicht zufrieden: „Wir wollen weiter zulegen und schließen nach vorn auf“, schielt die ehemalige Opel-Managerin vielmehr bereits auf ihren einstigen Arbeitgeber und auf Ford.

Die beiden einheimischen Volumenanbieter sind für die aufstrebende Marke aus dem VW-Konzern in der Zulassungsstatistik des Kraftfahrtbundesamtes längst in Reichweite gerückt. Konkrete Absatzprognosen will die Skoda-Geschäftsführerin für 2014 zwar nicht nennen, aber die „leichte Belebung des Marktes“ erwartet sie natürlich auch für ihr Unternehmen.

Handelsbetriebe zeigen Wachstumsperspektiven auf

Dabei nimmt die Diplom-Betriebswirtin nun besonders die 600 Handelspartner in die Pflicht. Die mussten bereits Geschäftspläne erstellen, die bis 2016 die Wachstumsperspektiven pro Jahr und Verkaufsstandort aufzeigen. Darauf aufbauend soll dann endlich auch der bereits für 2012 angekündigte neue Markenauftritt umgesetzt werden. „Wir mussten hier in technischer Hinsicht nachschärfen“, erklärt Imelda Labbé auf Nachfrage von Der Handel die ungewöhnliche Verzögerung, der europaweiten Aktion. Nun soll die Modernisierung der Betriebe „bis Ende 2015" abgeschlossen sein.

Immerhin: Eine Bauberatung und günstige Finanzierungsmodelle über die Skoda-Bank sollen den Händlern die Investition von, je nach Standort, zwischen 40.000 und 100.000 Euro erleichtern.

Flottengeschäft gewinnt weiter an Bedeutung

Als zweites Wachstumsfeld hat die erste Frau am Steuer der Skoda-Deutschlandzentrale das Flottengeschäft ausgemacht: „Vor allem mit dem Octavia Combi bietet sich für uns großes Potenzial. Für viele Flotten sind wir mit unserem Preis-/Leistungsverhältnis eine gute Ergänzung.“

Doch auch hier sind die Händler in der Pflicht, sich mit speziell geschulten Verkäufern, Vorführfahrzeugen und Werkstattöffnungszeiten auf die wachsende gewerbliche Kundschaft einzustellen. Derzeit würden die Voraussetzungen der Betriebe als Businesscenter geprüft.

Bernd Nusser

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