Im Privatkundenmarkt belegt die Volkswagen-Tochter Skoda schon Rang drei. Jetzt wollen die Tschechen auch im Flottengeschäft weiter wachsen. Für Octavia und Co. stehen zahlreiche Produktneuheiten an.

Wer erzielt die meisten Automobilverkäufe auf dem deutschen Privatkundenmarkt? Na klar, Volkswagen. Und Platz zwei? Auch nachvollziehbar: Mercedes-Benz. Und welche Marke komplettiert das Siegertreppchen? Jetzt kommt die Überraschung: Skoda!

Der Höhenflug der Volkswagen-Tochter scheint gar kein Ende zu nehmen. Nach dem ersten Quartal liegt der Importeur aus Weiterstadt gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit 16 Prozent im Plus und der Marktanteil kletterte auf 6 Prozent. Derweil vermeldet der Hersteller aus Mlada Boleslav für seine weltweiten Aktivitäten das beste erste Quartal und den besten Monat März der Unternehmensgeschichte.

Umsatzrendite der Händler über dem Branchendurchschnitt

Auch die bundesdeutschen Händler mit ihren insgesamt 600 Stützpunkten profitieren vom Erfolg. Mit der durchschnittlichen Umsatzrendite von 1,8 Prozent lagen die Vertriebspartner im vergangenen Jahr im oberen Branchenbereich. Derzeit sei die Umstellung der Verkaufsstandorte auf die neue CI „in vollem Gang", wie Vertriebschef Gunther Riedel erklärt. Bis 2015 sollen die lange angekündigten Verschönerungs- und Erneuerungsarbeiten nun endlich abgeschlossen sein.

Die Erfolge nehmen die Skoda-Macher ganz offensichtlich mit großer Gelassenheit und einer noch größeren Portion Ehrgeiz zur Kenntnis. „Wir wollen unsere starke Position im Privatkundengeschäft verteidigen und sehen nun im Flottenmarkt noch erhebliches Potenzial für die Marke", erklärt Riedel die weitere Wachstumsstrategie in der südhessischen Unternehmenszentrale.

Neuer Fabia feiert im Herbst Weltpremiere

Mit dem Octavia Combi verfügt der Anbieter bereits über eines der erfolgreichsten Flottenmodelle. Im Herbst feiert auf dem Pariser Automobilsalon der neue Fabia Weltpremiere. Die Limousine startet noch in diesem Jahr, der Combi gleich zum Auftakt 2015. Dann dürften die gewerblichen Skoda-Zulassungen weiter zulegen.

Zunächst stehen Ergänzungen und Verbesserungen in praktisch allen Baureihen auf dem Programm: Allen voran der Octavia, der nun als besonders sparsame „Greenline"-Version und mit Erdgasantrieb bestellt werden kann. Für den 1,6-Liter-Diesel mit 81 kW/110 PS ruft der Hersteller einen Verbrauchswert von lediglich 3,2 Litern auf. Das entspricht einem CO-2-Ausstoß von 85 g/km und dürfte umweltbewusste Flottenmanager besonders überzeugen. Die Limousine startet inklusive Sechsgang-Schaltgetriebe bei 23.690 Euro. Für den Combi liegt der Preis allerdings noch nicht fest.

Octavia mit Erdgasantrieb

Das gilt auch für den Octavia G-Tec, so die Bezeichnung für die Erdgasmodelle. Wie der Konzernbruder Seat Leon, so verfügt auch das tschechische Gasauto über einen regulären 50-Liter-Benzintank und einen Erdgasvorrat, der für 410 Kilometer ausreichen soll. Die Gesamtreichweite liegt somit bei 1.330 Kilometern. Zur Jahresmitte ist der alternative Antrieb bestellbar.

Für den kleinen Stadtverkehr steht der Citigo ab 12.640 Euro ebenfalls mit Erdgasantrieb parat. Dem erst vor wenigen Wochen eingeführten Rapid Spaceback spendieren die Tschechen das Sondermodell Style+, unter anderem mit großem Glasdach und der Superb Combi erhält vor seiner Ablösung im nächsten Jahr noch einen Outdoorlook.

Bernd Nusser