Ich bin der Überzeugung, dass wir im Bereich Mobile gerade erst am Anfang einer digitalen Revolution stehen, die auch den Onlinehandel noch massiv umkrempeln wird.

Denn eines Tages wird uns beispielsweise die Lauf-App Runtastic nicht nur sagen, wo wir wie lange gelaufen sind, sondern auch mitteilen, dass wir bald neue Sportschuhe brauchen und dazu Empfehlungen aus dem Shop in der App machen. Den Einkauf erledigen wir dann mit einem kurzen Fingerschnippen, dank unseres digitalen Armbandes. Das unsere Bio-Daten misst, unsere Stimmung kennt und darauf die Empfehlungen anpasst.

Vielleicht werden wir den Smartphone-Akku über kleine Gadgets am Ringfinger aufladen, mit dem wir auch daheim die Tür öffnen. Da geht noch mehr.

Deshalb finde ich den Begriff "Homo sapiens mobilitatus" nur ein ganz klein bisschen gaga, mit dem Dirk Kraus, Vorstand beim Mobile Advertising-Anbieter YOC, in einem Gastbeitrag für etailment die mobile Zukunft im Jahr 2025 aufzeigt. Wir zeigen dazu spannende neue mobile Gadgets für die Zukunft von heute.

 

Der Lifestyle des Homo sapiens mobilitatus  in 2025

Der Virtual Life-Assistent

Mit einem schnurlosen Kopfhörer im Ohr kommunizieren wir immer und überall mit einem künstlich intelligenten Computer. Er wird zu unserem persönlichen Assistenten und kann sowohl sprechen als auch über Sprache jegliche Inhalte und Anweisungen empfangen. Er kann eMails schreiben, online Flüge buchen, Banküberweisungen tätigen oder Bestellungen ausführen. Zudem erhält er Werbebotschaften, die er nach individuellen Bedürfnissen selektiert und zum richtigen Zeitpunkt in Betracht zieht.

NEUROTiQ - process video from SENSOREE on Vimeo.

Smart Clothes

Vermutlich tragen wir in 10 Jahren bereits intelligente Kleidung aus Hightech-Textilien mit Mikro-Sensoren, welche unsere Körperaktivitäten messen, analysieren und an unsere mobilen Geräte weiterleiten. Die smarten Outfits werden für dann Schrittzahl, Herzfrequenz und ähnliches messen. Besondere Kleidungsstücke für Schwangere, Neugeborene, Senioren, Diabetiker und sogar Feuerwehrleute könnten ungewöhnliche Körperaktivitäten registrieren und Alarm schlagen. Sie könnten ebenso Wegbeschreibungen übermitteln oder direkte Angebote von lokalen Geschäften und Dienstleistern erhalten.

Alles synchron und vernetzt

Das „Smart-Home“, in dem von der Kaffeemaschine bis zum Garagentor alles vernetzt und steuerbar ist, gibt es heute bereits. In Zukunft lassen sich die Geräte nicht nur mit dem Smartphone steuern, sondern kommunizieren untereinander und bestenfalls ganz oder ohne unser Zutun. Laut einer Bitkom-Studie werden bis 2020 weltweit 50 Mrd. Geräte insgesamt und 6,58 Geräte pro Person vernetzt sein. Der Durchbruch für „Connected Home Lösungen“ auf dem Massenmarkt steht uns also in den nächsten Jahren bevor.

Unsere mobilen Geräte in 2025

Farbenfroh

Technische Geräte werden user-freundlicher. Durch besondere Materialien können die Farben von mobilen Endgeräten in Zukunft einfach nach Lust und Laune gewechselt werden.

Mobile Endgeräte knautschbar und unkaputtbar

Was Apple derzeit unbeabsichtigt vormacht, könnte bald Realität sein. Geräte sind aus biegbarem Kunststoff und könnten beispielsweise im Taschenformat zusammengefaltet oder geknautscht werden. BeiBedarf könnte eine größere Ansicht aufgeklappt und wieder verkleinert werden. Zudem könnten Materialen in 10 Jahren wasserfest, hitzebeständig und unkaputtbar sein. Wir könnten dann problemlos in der Sauna oder im Pool telefonieren. Geräte werden robuster und überleben sämtliche Stürze.

Ein Leben und Laden ohne Akkus und Aufladekabel
Akkus könnten schon bald durch verschiedenste Energiesysteme ersetzt werden. Vorstellbar sind zum Beispiel kabellose Energieübertragung oder selbst aufladende Gegenstände, die sich durch Energie oder Wärme aus der Umgebung unbegrenzt und immer wieder aufladen können. Das ist nicht nur umweltschonend, es minimiert auch Energiekosten. Es stünde „unendlich“ Energie für die Speisung von technischen Geräten zur Verfügung.

Sprachsteuerung

Nicht nur praktisch, sondern unverzichtbar ist eine funktionierende Sprachsteuerung für Menschen mit einer Sehbehinderung. Kein Wunder, dass nicht nur Apple in diesem Bereich aktiv ist. Heute ist es noch ungewohnt oder wird je nach Umgebung als peinlich empfunden. Die Weiterentwicklung des Verfahrens gilt trotzdem als sicher, da besonders Geräte wie Smart Glasses ohne Sprachsteuerung kaum funktionieren werden. Sprachbasierte Werbeformen werden in diesem Bereich den Mobile Advertising Markt noch erweitern.


Unsere Umgebung in 2025

3-Dimensionale Werbung

Schon lange ist 3D aus dem Nischendasein herausgewachsen und im Film, in der Werbung oder bei PC-Spielen wegen seiner realitätsgetreuen Darstellung ein Standard und auch schon ohne Brille verfügbar. Schon bald werden wir auch am Computer und auf unseren Mobilfunkgeräten 3D-Werbung sehen können. Anstelle von Plakaten erwarten uns in Zukunft Hologramme auf Bahnhöfen, im Bäcker, in Einkaufszentren und auf der Straße.

Fenster als Screens

Fenster könnten in Zukunft als Abbildungsflächen für ausgewählte Variationen von Bildern, Wettervorhersagen, Landschaftsprojektionen, Infoscreens oder Werbung dienen. Denkbar sind nicht nur die Fenster zu Hause, sondern auch Autoscheiben oder Fenster im Büro, im Bus, Flugzeug oder in Fahrstühlen.

Sprechender Einkaufskorb

Ein intelligenter Einkaufskorb kann die in den Korb gelegten Waren erkennen und zusätzliche Produktvorschläge machen. So ein intelligenter „Smart Trollie“ gibt natürlich auch Rezeptideen und Infos zu Nährstoffen und Haltbarkeit.

Pay per Go - Keine Kassen im Supermarkt

Neue Technologien könnten uns schon bald das lästige Anstehen an der Kasse ersparen. In Zukunft ist vorstellbar, dass ein Scanner am Eingang alle Produkte, die man in der Tasche rausträgt blitzschnell scannt, man nur noch sein Smartphone an einen Counter hält und der Betrag automatisch vom Konto abgebucht wird.

„Türen“ öffnen ohne Schlüssel

Wie heute bereits Fingerprints Zugang zu Smartphones und Laptops gewähren, ist auch der Zugang zu anderen Geräten oder Immobilien durch die Anwendung erweiterter Methoden zukünftig denkbar. Personalisierte Zahlen-Codes, Augen-Scan oder Stimmerkennung sind dann nicht mehr nur in Filmen zu sehen, sondern Realität.

Umkleidekabine als Modeberater

Umkleidekabinen von Kaufhäusern oder Boutiquen könnten in 10 Jahren mit intelligenten Displays oder Hologrammen ausgestattet sein, die in Echtzeit ähnliche Outfits zeigen können, die gerade anprobiert werden, passende Accessoires anbieten oder auch gern mal ein Verkaufsangebot machen.

Ein Ausblick auf den Mobile Advertising Markt im kommenden Jahrzehnt

Die digitale Werbewelt wird im Bereich Mobile Advertising noch ein breites Spektrum an Möglichkeiten für Werbetreibende bereithalten. Nicht nur die Art der Kommunikation wird sich wesentlich ändern, sondern auch die Geräte und die Art der Eingabe. Mobile Anwendungen werden in unsere Umgebung einfließen und mit ihr verschmelzen. Kein Gerät hat jemals so unseren Alltag beeinflusst, wie das Smartphone. Da unsere Geräte immer intelligenter und somit immer nützlicher für unseren Alltag werden, werden wir uns in den kommenden Jahren noch mehr vernetzen. Mobile Advertising wird damit weiter wachsen und ein noch viel breiteres Spektrum bieten.