Immer mehr Raubkopien von Compact Discs (CD) zirkulieren auf dem deutschen Markt. Wie das Handelsblatt am 14.01.2000 berichtet hat, wurde hierzulande der weltweit vermutlich größte Fall von Computer-Piraterie aufgedeckt.

Immer mehr Raubkopien von Compact Discs (CD) zirkulieren auf dem deutschen Markt. Wie das Handelsblatt am 14.01.2000 berichtet hat, wurde hierzulande der weltweit vermutlich größte Fall von Computer-Piraterie aufgedeckt. Ein Dealer-Ring unter Führung des 27jährigen Bastian D. aus Neuss bei Düsseldorf habe zusammen mit drei Partnern in den vergangenen Jahren Unterhaltungs- und Anwendersoftware geknackt, kopiert und verbreitet. Darunter sollen sich auch Grafik-Programme von Corel Draw 9 und das Betriebsprogramm Windows 98 Second Edition von Microsoft befunden haben. Die illegal gebrannten CDs stammen aus Presswerken in Tschechien und Polen. Nach Angaben der Hamburger Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (DVU) veräußerte der kriminelle Ring rund 400.000 Compilation-CDs (verschiedene Software-Programme auf einer oder mehreren Compact Discs) unter dem Label Akira zum Endverbraucherpreis von 70 DM. Der Industrie sei hierdurch ein Schaden in mehrfacher Milliardenhöhe entstanden. Auch den Käufern von Akira-CDs droht möglicherweise eine strafrechtliche Verfolgung. Nach Angaben von Joachim Tielke, Geschäftsführer der DVU, ist der Kauf einer illegalen CD gesetzlich nicht verboten. Sollte die Software aber installiert und angewendet werden, sei dies strafbar.