Das Management des angeschlagenen Baumarktbetreibers Praktiker einigte sich mit dem Betriebsrat über einen Sozialplan und einen Interessensausgleich für die vom Umzug betroffenen Mitarbeiter.

Die Praktiker AG hat eine gewaltige Restrukturierung vor sich - dafür wurden nun auf Personalseite wichtige Schritte beschlossen. Ein Sozialplan wurde erstellt, darüber hinaus einigte sich das Management mit dem Konzernbetriebsrat auf einen Interessenausgleich zum Umzug der Konzernzentrale von Kirkel nach Hamburg.

Die Zusammenlegung der bisher zwei Zentralen von Praktiker und Max Bahr zu einer Konzernzentrale in Hamburg wird zum Abbau von rund 220 Arbeitsplätzen führen.

Allen Mitarbeitern aus den betroffenen Abteilungen soll nun ein vergleichbarer Arbeitsplatz am neuen Konzernsitz angeboten werden. Die Konditionen hierfür wurden im Sozialplan festgelegt.

"Arbeitnehmervertretern einiges abverlangt"

Der Umzug aller Zentraleinheiten nach Hamburg soll schrittweise umgesetzt und bis zum 30. September 2012 abgeschlossen sein. In der neuen Konzernzentrale werden dann rund 450 Vollzeitarbeitskräfte beschäftigt sein, so Praktiker.

180 Arbeitsplätze sollen im Saarland verbleiben und dort eine Zukunftsperspektive durch Outsourcing an Vertragspartner von Praktiker erhalten.

"Wir haben den Arbeitnehmervertretern einiges abverlangt. Nun liegt es an uns, die weiteren Restrukturierungsschritte mit Augenmaß und in fortgesetzter sozialer Partnerschaft umzusetzen", sagte Personal- und Restrukturierungsvorstand Josef Schultheis.

Praktiker dementierte Gerüchte über eine Liquiditätskrise: Laut Vorstand wurde die Finanzierung des wichtigen Frühjahresgeschäfts vorerst sichergestellt.