Ein Team von Wissenschaftlern der University of Queensland hat eine neuartige Spam-Firewall entwickelt. Im Gegensatz zu herkömmlicher Anti-Spam-Software, die unerwünschte Nachrichten nur herausfiltert, wird bei der Neuentwicklung der gesamte E-Mail-Verkehr blockiert. Nur seriöse Nachrichten lässt das System passieren.

Ein Team von Wissenschaftlern der University of Queensland hat eine neuartige Spam-Firewall entwickelt. Im Gegensatz zu herkömmlicher Anti-Spam-Software, die unerwünschte Nachrichten nur herausfiltert, wird bei der Neuentwicklung der gesamte E-Mail-Verkehr blockiert. Nur seriöse Nachrichten lässt das System passieren.

Grundlage des neuen Systems ist die von Matthew Sullivan, Guy Di Mattina und Kevin Gates entwickelte Support-Vector-Machine (SVM). Die Engine kann E-Mails mit Hilfe eines Algorithmus im Ganzen analysieren und klassifizieren. Herkömmliche Anti-Spam-Software kann im Gegensatz nur auf einzelne Bestandteile einer E-Mails wie Schlüsselworte oder Phrasen reagieren.

Laut Gates arbeitet dass neue Spam-Schutzschild äußerst schnell und zuverlässig. Bei einem Testlauf konnten bis zu 90 Nachrichten pro Sekunde bearbeitet werden. Von 25.000 E-Mails wurde dabei nur eine einzige falsch klassifiziert. Laut Sullivan lässt sich das Schutzsystem via SVM soweit trainieren, dass es sogar zwischen einer pharmazeutischen Meldung über Viagra und einem unseriösen Verkaufsangebot unterscheiden kann. Eine von der University of Queensland gegründete Firma soll sich nun um die marktfähige Produktion der vielversprechenden Forschungsarbeit kümmern. (KC)


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