Die Messe Frankfurt verzeichnete 2008 das beste Jahr ihrer Geschichte. Nun schaut der Veranstalter gespannt auf die Einkäufer im Handel.

Vom Weihnachtsgeschäft hängt einiges ab, und zwar nicht nur im Handel: "Die Einkäufer, die zu unseren Messen kommen, machen den Besuch oft vom Verlauf der Weihnachtssaison abhängig," weiß Dr. Michael Peters, Geschäftsführer der Messe Frankfurt.

Deshalb schaut man beim größten Messeveranstalter Deutschlands gespannt auf die Entwicklung im Einzelhandel, die für die Konsumgütermessen im Frühjahr (Heimtextil, Christmas-, Beauty- und Paperworld) entscheidend sein könnte.

Rekordergebnis erzielt

Mit dem Verlauf des Jahres 2008 ist man in Frankfurt aber voll zufrieden: 2008 erreicht die Messegesellschaft erneut Rekordmarken bei Umsatz und Ergebnis. "Wir erwarten mit einem Umsatz von 463 Millionen Euro ein neues Hoch in der Konzerngeschichte", sagte Michael von Zitzewitz, Vorsitzender der Geschäftsführung, an diesem Dienstag.

Foto: Messe Frankfurt
Foto: Messe Frankfurt
Während der Inlandsumsatz stagniert, wächst die Messe im Ausland. Insgesamt sei die Besucherzahl 2009 rückläufig gewesen, bilanzierte von Zitzewitz. Das werde sich aber 2010 ausgleichen, denn dann veranstaltet die Messe wieder turnusgemäß eines der größten Publikumsmagnete: die IAA Personenwagen.

Bei den Konsumgütermessen erwartet der zuständige Geschäftsführer Peters keinen Einbruch. 2010 soll die Messe "Decorate Life" nach nur einem Anlauf wieder "Tendence" heißen.

Für 2009 ist der Messechef "vorsichtig optimistisch. Die Finanzkrise geht auch an uns sicher nicht spurlos vorbei.". Es sei aber zum jetzigen Zeitpunkt unmöglich, Trendaussagen über die Zukunft der Wirtschaft zu treffen.