Kein Schnee und ein Verkaufstag mehr: Die Spielwarenbranche hat zum Jahresende noch einmal ordentlich Umsatz eingefahren und meldet neue Rekorde. Auch 2016 verspricht rosige Aussichten.

Die deutsche Spielwarenbranche hat im vergangenen Jahr einen Rekordumsatz eingefahren. "Ende Dezember ging es im Spielwaren-Einzelhandel noch einmal richtig rund", sagte Willy Fischel vom Bundesverband des Spielwaren-Einzelhandels (BVS).

Die endgültigen Zahlen stünden noch nicht fest, aber die Händler hätten mit einem Plus von rund sechs Prozent abgeschlossen. Mit einem ähnlichen Wert rechnet auch der Deutsche Verband der Spielwaren-Industrie (DVSI).

40 Prozent des Jahresumsatzes innerhalb weniger Wochen

Noch Anfang Dezember waren die beiden Branchenverbände von einem Plus von bis zu vier Prozent ausgegangen. Nach dem Top-Endspurt im Weihnachtsgeschäft, das rund 40 Prozent des Jahresbranchenumsatzes ausmacht, dürfte nun mit einem Umsatz von rund 3 Milliarden Euro abgeschlossen werden.

"Wir hatten einen Verkaufstag mehr, es lag wenig Schnee. Dadurch war der Dezember top, noch besser als 2014", sagte DVSI-Geschäftsführer Ulrich Brobeil. Hinter dem Wachstum steckten Umsatztreiber wie Lego und Lizenzen wie Star Wars und Disney Frozen. Außerdem: "Niedrige Arbeitslosigkeit, niedrigere Spritpreise - da bleibt auch mehr im Geldbeutel", kommentierte Brobeil.

Spielwarenhändler jubilieren über hohe Geburtenrate

Hoffnung auf ein weiteres erfolgreiches Jahr mache unter anderem die höchste Geburtenrate in Deutschland seit der Wiedervereinigung 1990. "Das ist eine Freudennachricht für die Spielwarenbranche", sagte Ernst Kick, Vorstandsvorsitzender der Spielwarenmesse in Nürnberg. Von Mittwoch an präsentieren mehr als 2.800 Aussteller in der Frankenmetropole wieder die neuesten Kinderzimmer-Kracher, rund 70.000 Besucher werden zur weltweit größten Spielwarenmesse erwartet.