Die Spitzenmieten in den 185 wichtigsten Einkaufsstädten Deutschlands dürften im zweiten Halbjahr nur moderat steigen. In einigen Städten schießen die Mieten jedoch kräftig nach oben.

Die Spitzenmieten im deutschen Einzelhandel haben sich nach einem deutlichen Anstieg im Vorjahr stabilisiert, zeigt eine aktuelle Analyse des Immobiliendienstleisters Jones Lang Lasalle. Im Schnitt stiegen die Preise pro Quadratmeter in den 185 wichtigsten Einkaufsstädten demnach um ein Prozent.

In den Top 10 zog die Hauptstadt Berlin mit einem Plus von 6,7 Prozent auf 320 Euro pro Quadratmeter deutlich an, auch Frankfurt (+3,3 Prozent) und Mannheim (+2,9 Prozent) verzeichnen einen überdurchschnittlichen Anstieg. Spitzenreiter bleibt München mit einem konstanten Wert von 360 Euro pro Quadratmeter. Berlin (320 Euro/m²; +20 Euro/m²) und Frankfurt (310 Euro/m²; +10 Euro/m²) komplettieren das Spitzentrio, schreibt Jones Lang Lasalle.

Höhere Mietpreise in rund einem Drittel der mittelgroßen Städte

In vielen mittleren Städten geht es ebenfalls hoch mit den Mieten: Den größten Anstieg verbuchte Karlsruhe, das um zehn Prozent auf 110 Euro pro Quadratmeter zulegte. Bei den 50 nach Miethöhe wichtigsten Städten legten die Spitzenmieten gegenüber dem zweiten Halbjahr 2014 um 1,3 Prozent zu. Rund ein Drittel (30%) der untersuchten Städte weist steigende Mieten auf. Abgesehen von den genannten Top-10-Städten erwartet JLL Zuwächse um mehr als 5 % in Würzburg (130 Euro/m²; Rang 15 bundesweit), Karlsruhe (110 Euro/m²; Rang 26), Reutlingen (90 Euro/m²; Rang 38), Lüneburg (85 Euro/m²; Rang 44). Leicht rückläufige Mieten sieht JLL in der Top-50-Gruppe lediglich in Gießen, Braunschweig, Rostock und Ingolstadt.