SportScheck eröffnet am Donnerstag eine neue Filiale in Frankfurt am Main. Für den zur Otto-Gruppe gehörenden Sportfachhändler ist es die 15. Niederlassung in Deutschland.

Heute sieht man nichts mehr davon, dass in der Schäfergasse 10 / Ecke Zeil bis vor ein paar Jahren das Top-Haus der UFA, das Premierenkino „Royal“, beheimatet war. Denn SportScheck präsentiert dort ab sofort auf drei Etagen „emotionale Sportwelten“, wie es Stefan Herzog, Sprecher der Geschäftsführung, ausdrückt. Und das innerhalb von gerade einmal sechs Wochen „vom Ladenbau bis zum Einräumen der Ware“, wie er stolz hinzufügt.

Bis in die Morgenstunden hatten die Handwerker gewerkelt, damit die letzten Details des Shopdesigns, das im übrigen von SportSchek selbst entworfen wurde, passend zur Pressekonferenz einen Tag vor der offiziellen Eröffnung noch fertig werden. Rund 3.000 Quadratmeter Verkaufsfläche umfasst die neue Filiale in Frankfurt, die für das Unternehmen mit Sitz in München Filiale Nummer 15 ist. Rund 60 Mitarbeiter hat das SportScheck dafür angeheuert.

Von Teamsport bis zum Ironman

Auf drei Etagen präsentiert der Sportspezialist dort vom morgigen Donnerstag an Ausrüstung und Bekleidung: Im Untergeschoss sind die Teamsportarten zu Hause. Im Erd- und Obergeschoss findet sich Ausrüstung und Bekleidung für alles, was draußen Spaß macht – von „Running“ über Outdoor bis hin zum Alpinsport. „Ist ein Artikel nicht vorrätig, kann dieser bequem am Online-Terminal in die Filiale bestellt oder dem Kunden nach Hause geliefert werden“, erläutert Stefan Herzog.

Denn anders als so mancher Mitbewerber sieht er sein Unternehmen als "echten" Multichannel-Anbieter: "Neben den klassischen Vertriebswegen Katalog und den Geschäften bieten wir unsere Waren auch seit 1997 unter sportscheck.com an. Damit sind wir einer der Pioniere im Onlinehandel.“ Die Hälfte des Umsatzes in Höhe von 306 Millionen Euro macht der Sportfachhändler im Distanzhandel; davon mittlerweile 60 Prozent im Internet.

Emotionen stationär

Allerdings liegt dem Geschäftsführer auch der stationäre Handel am Herzen: „Gerade ein Multichannel-Anbieter braucht Läden, um die Themen auch emotional rüberbringen zu können. Der ein Kunde will auch zum Beispiel mal die Skier anfassen und durchdrücken können,“ argumentiert Herzog. 

Foto: SportScheck
Foto: SportScheck
In den kommenden Tagen werden neben verschiedenen und Aktionen und Gewinnspielen auch prominente Sportler wie Erik Zabel, Ariane Friedrich und Birgit Prinz beim neuen SportSchek in Frankfurt vorbeischauen und Autogramme geben. Zudem bietet der Sportfachhändler zur Eröffnung einen kostenfreien „Kunden-Shuttleservice“ bis zum nächsten öffentlichen Verkehrsmittel mit den in Frankfurt mittlerweile etablierten Velo-Taxis an. Die paar Meter müssten Sportler allerdings gut zu Fuß gehen können: Die Filiale liegt recht nah an der Konstablerwache, einer Haltestelle für S- und U-Bahnen sowie Bussen.

Sport Scheck

Der Sportfachhändler wurde 1946 gegründet, als Otto Scheck in München aus alten Militärbeständen seine erste Kollektion für den Wintersport schneiderte. 1988 stieg die Hamburger Otto-Gruppe ein und übernahm 1991 alle Anteile an SportScheck. Seit 1997 hat der Händler unter sportscheck.com einen Shop im Internet. 

Für das Geschäftsjahr 2008/09 weist das Unternehmen eine Umsatz von 305,1 Millionen Euro aus nach 296,2 Millionen Euro im Geschäftsjahr zuvor. Das Plus ging dabei quer durch die Vertriebskanäle. Die damals 14 Filialen legten um 10 Prozent zu, der Distanzhandel 1,4 Prozent und E-Commerce 20 Prozent.