Der französische Sportartikel-Händler Decathlon will ein größeres Stück vom lukrativen Sportartikel-Markt in Deutschland abhaben. Die Expansion geht in die nächste Runde.

Der französische Sportartikelriese Decathlon setzt seine Expansion in Deutschland fort und schafft 700 Arbeitsplätze in einem neuen Logistikzentrum in Dortmund. Das kündigte das Unternehmen aus Anlass des ersten Spatenstichs für die Anlage an. Das neue Zentrum soll auf dem Gelände eines ehemaligen Stahlwerks errichtet werden. Von der Ruhrgebietsstadt aus sollen künftig die Filialen des Unternehmens in Norddeutschland sowie der wachsende Onlinehandel versorgt werden.

Decathlon: Primark des Sportartikelhandels

Mit einem Umsatz von rund 9,1 Milliarden Euro im vergangenen Jahr zählt der Sportartikelhändler und -hersteller nach eigenen Angaben zu den größten der Branche. Die Läden von Decathlon haben Baumarktgröße und –flair – die Franzosen setzen auf Masse. Rund 35.000 Artikel gibt es in einem Store, 70 Prozent sind Eigenmarken aus eigener Produktion. Der Sportartikelhändler gilt quasi als Primark der Branche: Viel Ware für wenig Geld.

Neben Masse baut der Händler aber auch ein Image als Innovationstreiber auf: In München und Stuttgart gibt es zwei so genannte „Connect“-Märkte, in denen auf rund 200 Quadratmetern die reale mit der digitalen Welt verknüpft wird. Auch ein Lieferservice „Click & Collect“ steht den Kunden zur Verfügung.

In Deutschland zählt Decathlon derzeit mit 33 Filialen und einem Logistikzentrum in Schwetzingen bei Heidelberg rund 2300 Beschäftigte. Bis zum Jahresende ist die Eröffnung von zwei weiteren Filialen in Deutschland geplant. Weltweit betreibt das Unternehmen mit 70.000 Mitarbeitern rund 1.000 Filialen.