Der Markt für Sprachportaldienste soll in den kommenden Jahren massiv wachsen. Dies besagt eine neue Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan. Im Jahr 2000 betrug der weltweite Umsatz rund 11,6 Mio. US-Dollar.

Der Markt für Sprachportaldienste soll in den kommenden Jahren massiv wachsen. Dies besagt eine neue Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan. Im Jahr 2000 betrug der weltweite Umsatz rund 11,6 Mio. US-Dollar.

Durch die Sprachportaltechnologie lassen sich herkömmliche Internet-Auftritte so ergänzen, dass wichtige Informationen auch ohne Computer über ein Telefon oder einen PDA (Personal Digital Assistant) abgerufen werden können. Per Sprache kann innerhalb von Internet-Seiten navigiert werden, und die aufgerufenen Inhalte werden als Sprache oder beispielsweise als WAP-Text ausgegeben.

Frost & Sullivan geht davon aus, dass parallel zur steigenden gesellschaftlichen Mobilität auch der Bedarf an Sprachportaldiensten immer weiter zunimmt. Besonders lukrativ erscheinen dabei die Geschäfte mit Mobilfunkbetreibern und Unternehmen zur Kundenbetreuung. Laut Prognose sollen alleine mit Unternehmenskunden im Jahr 2007 knapp 39 Mrd. US-Dollar erwirtschaftet werden.

Welches Potenzial die Branche in Zukunft entfaltet, wird in hohem Maße davon abhängen, welche Anbieter sich mit welchen Geschäfts- und Abrechnungsmodellen als erfolgreich erweisen. Wer rechtzeitig ein funktionierendes Geschäftsmodell etabliert, hat die besten Chancen von der Entwicklung des Marktes zu profitieren. Nach Frost & Sullivan lässt sich mit werbefinanzierten Diensten zwar kurzfristiges Wachstum erzielen, die Gewinne blieben aber gering.

Die Studie empfiehlt deshalb den Wettbewerbern, entweder Partnerschaften mit Mobilfunkbetreibern zu bilden oder Unternehmen für die Kundenbetreuung Sprachportallösungen anzubieten, die sich flexibel an ihre Bedürfnisse anpassen lassen. Sowol der Markt für Mobilfunkbetreiber als auch der für Unternehmenskunden ist bis heute kaum erschlossen, und Früheinsteiger können von relativ niedrigen Einstiegshürden profitieren.

Letztlich hängt der Erfolg der Spachportaltechnologie von der Qualität der angebotenen Dienste ab. Voraussetzung dafür ist, dass die Spracherkennungs- und Sprachausgabe-Software zuverlassiger wird. Die Spracherkennungskomponente muss in der Lage sein, Befehle unabhängig von unterschiedlichen Stimmen und Akzenten der Sprecher zu verstehen und schnell darauf zu reagieren. Die Studie geht davon aus, dass es innerhalb der nächsten ein bis zwei Jahre in diesen Bereichen erhebliche Fortschritte geben wird. Dann kommen leistungsfähigere Sprachportaldienste auf den Markt und verleihen der Branche zusätzliche Impulse. (AH)


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Frost & Sullivan
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