Eigentlich sind die Bau- und Heimwerkermärkte mit dem ersten Halbjahr 2011 zufrieden. Doch durch das wechselhafte Wetter und die Feiertage ging der Umsatz im Juni im Vergleich zum Vorjahr etwas zurück. 

Die Bau- und Heimwerkermärkte in Deutschland haben im ersten Halbjahr 2011 ihr ehrgeiziges Ziel erreicht: Der Umsatz stieg auf bereinigter Fläche um mehr als drei Prozent, hat die aktuelle Mitgliederbefragung des Bundesverbands Deutscher Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte (BHB) ergeben. Sehr zufrieden zeigten sich in dieser Umfrage auch die Händler in Österreich und der Schweiz, meldet der Verband. In beiden Ländern liegen demnach die Umsatzerlöse nach sechs Monaten teilweise deutlich über Vorjahr.

Für den weiteren Jahresverlauf erwartet der BHB einen "ähnlich stabilen Aufwärtstrend" und bekräftigt seine Erwartungen für das Gesamtjahr. Die Prognose des Verbandes liegt damit unverändert bei einem realen Umsatzwachstum zwischen 2,5 und 3,5 Prozent für das jahr 2011.

Sommerzeit ist Gartenzeit

In den großflächigen Bau- und Heimwerkermärkten in Deutschland waren in den vergangenen Monaten wie üblich vor allem die Gartenartikel absolute Verkaufsschlager. Mit großem Ehrgeiz schienen sich aber im Frühjahr auch viele Renovierungswillige ans Werk gemacht zu haben: Sie sorgten dem Verband zufolge in nahezu allen Sortimentsbereichen für steigende Umsätze.

Allein der Juni sei hinter die Erwartungen des Handels zurückgefallen: "Typisches mitteleuropäisches Sommerwetter" sorgte demnach für häufige Wechsel zwischen Sonnenschein und Regen. Darunter litt dann erwartungsgemäß vor allem das Gartengeschäft. Zudem habe sich der Monat Juni 2011 nicht nur mit einem starken Vorjahresmonat messen lassen müssen, sondern durch die Feiertage hatte je nach Bundesland der Handel bis zu drei Verkaufstage weniger. "Dies alles führte letztendlich dazu, dass der Monat Juni im Branchenschnitt insgesamt mit einem Umsatzminus abschließt", so der BHB.