Die Zahl der ausgeschriebenen IT-Jobs sank im vergangenen Jahr um 37% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der deutlichste Einbruch erfolgte zwischen Oktober und Dezember 2001.

Abwärtstrend auf dem IT-Arbeitsmarkt: Die Zahl der in den Zeitungen ausgeschriebenen IT-Jobs sank im Jahr 2001 um 37% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit liegt der Stellenmarkt unter dem Stand von 1997. Diese Bilanz zieht die IT-Fachzeitung Computerwoche in ihrer aktuellen Ausgabe unter Berufung auf eine Analyse des Hamburger Marktforschungsunternehmens EMC/Adecco, das die Stellenmärkte von 40 Tageszeitungen sowie der Computerwoche untersuchte.

Der deutlichste Einbruch vollzog sich demnach zwischen Oktober und Dezember des vergangenen Jahres: Hier gingen die ausgeschriebenen Stellen auf ein Drittel des Vorjahreszeitraums zurück. Insgesamt rutschte das Ergebnis 2001 von 106.995 Offerten im Vorjahr auf 66.817 und geriet damit unter die Marke von vor vier Jahren, als etwa 67.000 Stellen angeboten wurden.

Besonders hart traf es Mitarbeiter der Anwendungsentwicklung, die 2001 einen Rückgang des Jobangebotes um mehr als 50% hinnehmen mussten: Gehörten sie im Jahr 2000 mit insgesamt 30.816 Offerten noch zu den begehrtesten Spezialisten, reduzierte sich die Nachfrage im Folgejahr auf 14.740. Auch der Bedarf an Netzspezialisten ging drastisch zurück: Nur noch ein Drittel des Vorjahresbedarfs wurde 2001 angeworben.

Zurückhaltung außerdem bei den Beratungsunternehmen, die 2001 mit 50.566 Offerten ihr Angebot im Vergleich zum Jahr 2000 (28.262 Jobangebote) fast halbierten, sowie in der Versicherungssparte, deren Offerten sich um 493 Angebote (2001: 1.246; 2000: 1.739) reduzierten.

Lediglich der öffentliche Dienst hatte 2001 verstärktes Interesse an IT-Spezialisten: Die Behörden erhöhten die Anzahl ihrer Anzeigen von 1.062 im Vorjahreszeitraum auf 1.188 im Jahr 2001. Bei den Energieversorgern, in Hochschulen und im Gesundheitswesen blieb die Nachfrage nahezu konstant. (ST)