Für 2002 rechnen die Experten des European Information Technology Observatory mit einem Wachstum des europäischen Markts um 5,4%. Nach Einschätzung des Vizepräsidenten des Bitkom, Heinz Bäurer, werden die Markttreiber vor allem Software-Produkte, IT-Dienstleistungen und Mobilfunkdienste sein.

Am westeuropäischen Markt für Informationstechnik und Telekommunikation (ITK) sind die Auswirkungen der sich weltweit abschwächenden Konjunktur nicht spurlos vorbeigegangen. Dennoch sind die Umsätze in Westeuropa im vergangenen Jahr um 5,1% auf 643 Mrd. Euro gestiegen. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Studie des European Information Technology Observatory (EITO), das nun in seiner zehnten Ausgabe vorliegt. Präsentiert wurde das Standardwerk der ITK-Marktforschung von Heinz Bäurer, Vizepräsident des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) anlässlich der CeBIT in Hannover.

Für 2002 rechnen die EITO-Experten mit einem Wachstum des europäischen Markts um 5,4% auf einen Wert von 678 Mrd. Euro. "Markttreiber sind aktuell vor allem Software-Produkte, IT-Dienstleistungen und Mobilfunkdienste", so Bäurer. Der westeuropäische IT-Markt ist in 2001 um 3,9% gewachsen. In 2002 wird ein Anstieg um 5,1% auf ein Marktvolumen von rund 341 Mrd. Euro erwartet. Auch die Informationstechnik entwickelt sich europaweit zu einer Dienstleistungsbranche.

Was die einzelnen Branchensegmente betrifft, sieht Bäurer die größten Potenziale in den Bereichen Software und IT-Services: "Maßgebliche Wachstumsimpulse kommen aus der so genannten Enterprise Application Integration sowie Sicherheitslösungen und E-Government. Hierbei sind vor allem Beratungs- und Implementierungsleistungen gefragt." Die Unternehmen sind laut Bäurer zurzeit dabei, die Lücken und Medienbrüche in der digitalen Wertschöpfung zu schließen und von der Entwicklung bis zum Vertrieb eine vollständige Digitalisierung der Geschäftsprozesse herzustellen.

Die Nachfrage nach ITK-Hardware war im vergangenen Jahr um 2,4% zurückgegangen. Sie wird sich im laufenden Jahr europaweit stabilisieren und in 2003 dann wieder ein vernünftiges Wachstum um 6% zeigen. Der Einbruch in 2001 ist auf den ungewöhnlich starken Rückgang bei Computer-Hardware und Telekommunikations-Endgeräten zurückzuführen. Bereits für 2002 prognostiziert EITO in Europa eine leichte Erholung dieser Segmente bevor das Wachstum ab 2003 dann wieder stärker anzieht. (ST)


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