Immer mehr stationäre Händler behaupten sich gegen die Onlinekonkurrenz, indem sie selbst ins Netz gehen. Das zeigt eine Umfrage des Handelsverbands HDE.

Im Weihnachtsgeschäft 2012 erwirtschafteten laut der HDE-Umfrage bereits 13 Prozent der stationären Einzelhändler mehr als 10 Prozent ihrer Umsätze im Internet. Rund 50 Prozent der Befragten machten zwischen einem und zehn Prozent des Umsatzes online.

"Das zeigt, dass immer mehr Unternehmen die Chancen des Multichannel-Handels nutzen. So holten sich auch ursprünglich rein stationäre Händler ein Stück vom Kuchen des 7,4 Milliarden hohen Onlineumsatzes zu Weihnachten", so der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp.

Auf keinen Kanal verzichten

2011 lagen die Onlineumsätze zu Weihnachten noch bei 6,5 Milliarden Euro. Auf dem hart umkämpften deutschen Handelsmarkt könne es sich kein Unternehmen leisten, Umsätze liegen zu lassen, so Tromp weiter. Das sei auch bei vielen Onlinehändlern zu beobachten, die immer wieder stationäre Läden eröffnen. "Die Zukunft gehört den Unternehmen, die die beiden Kanäle online und offline am besten und effizientesten verzahnen", so Tromp.

Für 2013 rechnet der HDE im Onlinehandel mit einem Umsatzplus von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Wie dynamisch die Branche ist, zeigt auch ein Blick in die USA. Dort wurde laut comScore am 17. Dezember, dem sogenannten "Free Shipping Day" über eine Milliarde Dollar im Onlinehandel umgesetzt, demnach stiegen im US-Internethandel die Umsätze insgesamt zwischen dem 17. und 21. Dezember im Vergleich zum Vorjahr um 53 Prozent.