Konsumstimmung gut, Verkaufszahlen schlecht: Der Stationärer Modehandel beklagt ein Umsatzminus von 5 Prozent im ersten Quartal 2015, meldet die TextilWirtschaft.

Bei den Unternehmen im Testclub der TextilWirtschaft (dfv Mediengruppe) liegen die Umsätze aufgelaufen per Ende März um 5 Prozent unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Nachdem die Erlöse der Branche im Jahresvergleich auch im März rückläufig waren (minus 4 Prozent), hat der Modehandel jetzt sieben Monate in Folge mit rückläufigen Umsätzen abgeschlossen. Somit hat sich die Hoffnung des stationären Modehandels, im ersten Quartal dieses Jahres den lang anhaltenden Abwärtstrend der Umsätze stoppen zu können, zerschlagen.

Auf Basis der Zahlen des TW-Testclubs, des mitgliederstärksten Panels im stationären deutschen Modehandel, konnten die Unternehmen seit März 2014 sogar nur in zwei Monaten ihre Umsätze steigern – im Mai (plus 2 Prozent) und August (plus 7 Prozent) des vergangenen Jahres. Die Ursachen für das offensichtliche Desinteresse der Kunden an Mode sind vermutlich vielfältig, berichtet die TextilWirtschaft.

An der Konsumstimmung liegt es sicher nicht, die ist so gut wie lange nicht: Die Konsumforscher der Nürnberger GfK haben seit März 2014 in keinem Monat eine sinkende Ausgabebereitschaft der Deutschen festgestellt.