Die Konzentration im Textilhandel hält an. Nun plant Steilmann die Übernahme von Adler. Die Marke soll aber erhalten bleiben.

Im Textilhandel wird weiter kräftig fusioniert und übernommen: Im Januar schluckte Wöhrl den Konkurrenten SinnLeffers, nun steht Steilmann davor, zu 49,96 Prozent die Aktien der Adler Modemärkte AG zu übernehmen.

Dafür hat das Unternehmen eine Bietergesellschaft gegründet. Diese will nun das Aktienpaket des Adler-Investors BluO erwerben, als Kaufpreis stehen 5,75 Euro pro Aktie im Raum. Die Bietergesellschaft wird den Aktionären zudem ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für die verbleibenden Adler-Aktien unterbreiten.

Adler soll im Konzern als eigene Marke erhalten und weiterentwickelt werden, teilte Steilmann mit. 

Der Modekonzern Steilmann hat seinen Sitz seit 2010 in Bergkamen und beschäftigt in 18 Ländern rund 7.000 Mitarbeiter, davon etwa 1.900 in Deutschland. Das Unternehmen betreibt rund 900 eigene Läden. Die Adler-Zentrale befindet sich in Haibach bei Aschaffenburg. Zur Textilkette gehören 167 Filialen. Im Januar 2012 war Wöhrl bei Adler eingestiegen. Allerdings betonte das Unternehmen, dass der ehemalige Vorstandsvorsitzende und heute als "Unternehmer" firmierende Gerhard Wöhrl die 3,1 Prozent des Aktienpaketes als Privatperson gekauft habe.