SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier deutet eine mögliche Verlängerung der Umweltprämie für den Autohandel an. Bundeswirtschaftsminister zu Guttenberg zögert - noch.

Dass der hereinbrechende Wahlkampf ein gutes Klima für die Verlängerung der erfolgreichen Abwrackprämie bereitet, war absehbar. Nun hat sich SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier als erster aus der Deckung gewagt.

Steinmeier legt vor, zu Guttenberg zögert

"Wenn es weiterhin schwierig bleibt, dann werden wir auf das einzige Instrument für die Konjunktur in der Automobilbranche nicht sang -und klanglos verzichten können", sagte Stenmeier laut Medienberichten auf einer VW-Betriebsversammlung in Wolfsburg am heutigen Dienstag. "Das wird am Ende keiner verantworten können."

Steinmeier betonte jedoch zugleich, dass über eine Ausweitung der Abwrackprämie innerhalb der Bundesregierung noch keine Entscheidung getroffen sei. Laut Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) müsse die Bundesregierung zunächst das "Für und Wider" einer Verlängerung abwägen und prüfen, ob Geld für eine Aufstockung vorhanden sei. Dies könne nur der Finanzminister beantworten, so zu Guttenberg am Dienstag in Berlin.

Bereits Anfang Februar dieses Jahres hatte Alain Visser, für Opel zuständiger Vizepräsident von General Motors Europe, im Interview mit derhandel.de eine Ausweitung der Verschrottungsprämie gefordert.