Der Textildiscounter KiK will auch in der Krise weiter wachsen - und zwar zweistellig. 300 Filialen sollen jedes Jahr eröffnet werden.

"Wir fahren in den nächsten beiden Jahren eine Strategie des Angriffs, um weitere Marktanteile zu gewinnen", sagte Firmenchef Stefan Heinig der Zeitung "Die Welt". Dafür werde das Unternehmen aus Bönen bei Dortmund die Werbeausgaben steigern und pro Jahr rund 300 neue Filialen eröffnen.

Die Textilkrise ging allerdings auch an KiK nicht spurlos vorbei. "Auch wir haben leicht an Umsatz verloren, aber längst nicht so viel wie der Gesamtmarkt. Die Kunden kaufen zwar mehr Ware, aber weil die Preise im Laden gefallen sind, ist nicht mehr Geld in unserer Kasse", sagte Heinig.
Umsatzzuwachs von "mehr als zehn Prozent"

Er gab sich gleichwohl zuversichtlich: „Mit unseren Neueröffnungen und dem gesamten Europageschäft erwarte ich abermals einen Umsatzzuwachs von mehr als zehn Prozent für die gesamte Gruppe."

Für das Wachstum sucht das Unternehmen, das mehrheitlich der Tengelmann- Gruppe gehört, nach der Übernahme des Strumpfherstellers Ergee jetzt weitere Marken zum Kauf.

KiK betreibt in sechs europäischen Ländern 2.700 Läden mit einem Umsatz von 1,4 Milliarden Euro. Das Unternehmen beschäftigt 14.000 Mitarbeiter, davon 3.500 als geringfügig Beschäftigte.