Schon erste Sanierung von Strauss Innovation ist ergebnislos geblieben. Nun hat die Kaufhauskette abermals Insolvenzantrag gestellt.

Knapp ein Jahr nach dem Neustart mit einem Frankfurter Investor hat die Warenhauskette Strauss Innovation erneut Insolvenz angemeldet. Der Antrag sei am Donnerstag eingegangen, bestätigte ein Sprecher des Düsseldorfer Amtsgerichts. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Düsseldorfer Rechtsanwalt Dirk Andres bestellt.

Die Kette mit ihrem gemischten Sortiment aus Kleidung, Lebensmitteln und Kleinwaren war im Oktober 2015 aus der Insolvenz von der Deutschen Mittelstandsholding (DMH/Frankfurt)übernommen worden. Etwa 20 der vorher 77 Filialen bundesweit wurden seitdem geschlossen. Die Mitarbeiterzahl sank von etwa 1.100 auf rund 670.

Strauss Innovation hatte zuvor schon Probleme. Anfang 2014 hatte das Unternehmen mit Schwerpunkten in NRW und Berlin in einem sogenannten Schutzschirmverfahren versucht, sich aus eigener Kraft zu sanieren. Als dies scheiterte, hatte Strauss im Juni 2015 Insolvenz angemeldet.